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Gladbach verliert gegen Nürnberg 2:3

Mönchengladbach (dpa) - Das Gebrüll und die laute Musik aus der Kabine des 1. FC Nürnberg waren in den ganzen Katakomben zu hören. Die Franken feierten nach dem 3:2 (2:1) bei Borussia Mönchengladbach nach dem Bundesliga-Start nach Maß eine spontane Party.

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg
Der Nürnberger Timm Klose erzielte per Kopf das 1:0 gegen Mönchengladbach. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa

«Wir konnten nicht davon ausgehen, hier drei Punkte mitzunehmen und sind deshalb hoch zufrieden», sagte FC-Fußballprofi Hanno Balitsch. Vor 52 195 Zuschauern machten Timm Klose (17. Minute), Timmy Simons (27.) und Hiroshi Kiyotake (55.) den zweiten Saisonerfolg perfekt. Der überragende Japaner hatte auch die beiden ersten Treffer vorbereitet.

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Fünf Tage vor der Europa-League-Premiere am Donnerstag beim AEL Limassol erhielten die Gladbacher damit einen bitteren Dämpfer. Die beiden Neuzugänge Luuk de Jong (45.) und Granit Xhaka (53.) konnten zwar mit ihren Toren zum 1:2 und 2:2 Hoffnungen wecken, die trotz eines Aufbäumens in der Schlussphase aber nicht mehr erfüllt wurden. «Wir haben in der zweiten Halbzeit noch einmal viel Druck gemacht, alles versucht und zweimal den Pfosten getroffen», sagte Borussia-Abwehrspieler Martin Stranzl. «So ist leider Fußball.»

Beide Cheftrainer boten die Startformationen auf, die sich vor der Länderspielpause bewährt hatten. Allerdings rechtfertigten nur die elf Nürnberger zunächst dieses Vertrauen. Die Franken spielten, als wären sie die Hausherren. Dabei hatte die Borussia in den vorherigen 27 Heimpartien 18 Mal gegen den «Club» gewonnen. Die Gladbacher agierten vor der Pause zaghaft, ohne Biss und Zielstrebigkeit. «Wir haben vergessen zu verteidigen», schimpfte Gladbachs Trainer Lucien Favre.

Die Nürnberger nutzten die Schwäche dank des überragenden Japaners Kiyotake, der in der 17. Minute mit einer Hereingabe und in der 27. Minute per Ecke die Kopfballtore von Klose und Simons vorbereitete. «Ich glaube, er zeigt jetzt, was wir vorher von ihm bei den Beobachtungen gesehen haben», sagte Nürnbergs Coach Dieter Hecking, lobte aber das ganze Team: «Klasse, wie die Mannschaft gearbeitet hat.»

Glück und Pech hatte bei den Gastgebern der Zwölf-Millionen-Euro-Einkauf Luuk de Jong. In der 37. Minute traf er erst den Pfosten und kurz vor der Pause nach 462 Minuten ohne Treffer für Gladbach ins Tor. «Ich freue mich für Luuk», sagte Teamkollege Patrick Herrmann, der ihm das erste Bundesliga-Tor vorbereitete. Ein «Tor des Monats» hätte sein Seitfallrückzieher in der 87. Minute werden können, wenn der niederländische Nationalspieler nicht erneut den Pfosten getroffen hätte. «Da hätte sogar ich als Gästetrainer applaudiert», sagte Hecking.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 66,6 - 33,4

Torschüsse: 14 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 51,5 - 48,5

Fouls: 12 - 17

Ecken: 5 - 6

Quelle: optasports.com