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Gladbach ohne Daems, de Jong und Arango nach Zypern

Düsseldorf (dpa) - Ohne Zwölf-Millionen-Euro-Einkauf Luuk de Jong, Kapitän Filip Daems und Juan Arango hat Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach die Reise zum ersten Europa-League-Gruppengegner AEL Limassol angetreten.

Rotationsprinzip
Gladbachs Trainer Lucien Favre schont drei seiner Profis. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa

«Wir müssen bei diesem Rhythmus, den wir haben, die Belastung verteilen. Wir können nicht mit zwölf bis 13 Spielern durch die Saison gehen», begründete Chefcoach Lucien Favre den Verzicht auf das Trio.

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Die Drei sollen in Mönchengladbach trainieren - und Favre geht am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) in Nikosia mit seiner unerwarteten Maßnahme das Wagnis eines misslungenen Starts ein. Denn Mittelfeldlenker Arango und Daems waren im Verlauf der bisherigen Saison sehr wichtig für die Borussia. De Jong allerdings war bislang den Beweis, ein exzellenter Torjäger zu sein, schuldig geblieben. Dem Niederländer gelang erst am Samstag beim 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg der erste Bundesligatreffer.

Max Eberl nimmt die Borussia-Profis, die den Trip mitmachen durften, umso intensiver in die Pflicht. Der Sportdirektor hat Respekt vor den Zyprern: «Keiner darf glauben, nur ein Prozent nachlassen zu dürfen. Das weiß die Mannschaft, sie ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst.» Limassol ist für ihn nur auf dem Papier die leichteste Aufgabe in der Gruppe C. «Es gibt keine Mannschaft mehr, die zufällig in diesen Wettbewerb gekommen ist. Das wird eine große Herausforderung.»

Trotzdem gibt es eine Eberl-Prämisse: «Das ist relativ einfach - gewinnen zu wollen.» Ein Erfolg bei Zyperns Meister brächte bei einer Antrittsprämie von 1,3 Millionen Euro nicht nur zusätzliche 200 000 Euro ein, sondern böte dem mit mehr als 30 Millionen Euro verstärkten Team auch eine gute Basis für die weiteren Aufgaben gegen Frankreichs Ligapokal-Gewinner Olympique Marseille und Fenerbahce Istanbul.

Nach dem Playoff-Aus für die Champions League gegen Dynamo Kiew (1:3/2:1) und dem 2:3 gegen Nürnberg verlangt Eberl in Nikosia höchste Aufmerksamkeit: «Wir können gar nicht lange an die Niederlage zurückdenken, sondern müssen uns sofort wieder hundertprozentig auf das nächste Spiel konzentrieren.»

Eberl nannte der Nachrichtenagentur dpa APOEL Nikosia als Beispiel für die gewachsene Qualität des Fußballs auf Zypern: «Die sind in der vergangenen Champions-League-Saison erst im Viertelfinale an Real Madrid gescheitert.» Favre hält große Stücke auf Premierengegner Limassol, der 2012 nach einer Durststrecke von 44 Jahren erstmals wieder den nationalen Titel gewann - zum sechsten Mal.

In der Champions-League-Qualifikation scheiterte AEL nach zwei vorangegangenen 1:0-Siegen gegen Partizan Belgrad wie die Borussia erst in den Playoffs am RSC Anderlecht (2:1/0:2). Limassol nimmt in der Landesmeisterschaft nach Siegen gegen Alki Larnaka und Doxa Katokopias bei sechs Zählern punktgleich mit Tabellenführer APOEL Nikosia Platz zwei ein. «Wir sind nicht so vermessen zu sagen, dass wir der ganz große Favorit sind», meinte Eberl.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

AEL Limassol: Degra - Marcos Airosa, Ouon, Dosa Júnior, Carlitos - Nikolaou, Dédé - Monteiro, Rui Miguel, Edmar - Vouho

Borussia Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Cigerci - Herrmann, Hrgota - Xhaka - de Camargo (Hanke)

Schiedsrichter: Duarte Gomes (Portugal)