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Giro-Etappensieg: Battaglin feiert größten Erfolg

Serra San Bruno (dpa) - Sein Vater Giovanni gewann einst den Giro d'Italia, Sohn Enrico Battaglin zumindest die 4. Etappe der 96. Auflage der Italien-Rundfahrt. Der 23-Jährige setzte sich am Dienstag auf der 246 Kilometer langen Strecke von Policastro Bussentino nach Serra San Bruno gegen seine Landsleute Fabio Felline und Giovanni Visconti im Schlussspurt durch. Battaglin überholte 250 Meter vor dem Ziel den bis dahin führenden Danilo Di Luca und zog bei strömendem Regen unaufhaltsam dem Ziel entgegen.

Karriere-Höhepunkt
Enrico Battaglin feierte mit dem Etappensieg seinen bisher größten Erfolg. Foto: Daniel dal Zennaro Foto: dpa

Für Battaglin, dessen Vater 1981 den Giro gewonnen hatte, war es der bisher größte Erfolg in seiner Karriere. «Ich bin überrascht. Gestern hatte ich Pech, und ich wollte es heute besser machen. Und besser konnte es gar nicht laufen», sagte der Tagessieger.

Der Vortags-Etappensieger Luca Paolini fuhr als Zehnter durchs Ziel und verteidigte das Rosa Trikot des Gesamtführenden. «Das war heute ein langer und harter Tag. Wir sind zufrieden, das Trikot verteidigt zu haben», befand der Profi des russischen Katjuscha Teams. Der 36 Jahre alte Italiener hat nun 17 Sekunden Vorsprung auf den Kolumbianer Rigoberto Uran. Der aktuelle Tour-de-France-Sieger Bradley Wiggins rutschte im Gesamtklassement auf Rang sechs ab und hat nun 34 Sekunden Rückstand auf Paolini.

  Die deutschen Fahrer hatten auf der zweitlängsten Strecke des Giros wie erwartet nichts mit dem Ausgang der Etappe zu tun. Der Erfurter Patrick Gretsch hatte 40 Kilometer vor dem Ziel zwar noch in Führung gelegen, fiel aber zwischen den beiden Anstiegen Vibo Valentina und Croce Ferrata zurück. Zuvor fuhren die Starter 190 Kilometer auf ebener Strecke am Meer entlang, bevor es hinauf zu den beiden Bergankünften ging.

Der Thüringer John Degenkolb, der sich einen Etappen-Erfolg beim Giro als Ziel gesetzt hatte, trat nicht in Erscheinung. Der 24-Jährige hatte sich für den Dienstag ohnehin nichts ausgerechnet. «Ich habe mir die Etappe angeschaut. Der Berg am Ende wird wohl zu schwer für uns sein», bemerkte der Argos-Shimano-Fahrer vor dem Start. Der 5. Etappe, die am Mittwoch von Cosenza über 203 Kilometer nach Matera führt, blickt Degenkolb optimistischer entgegen. «Dort könnte was gehen», meinte er.