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Giraffe am Moorrundweg in Staudach-Egerndach

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Am Moorrundweg kann man Figuren heimischer Tiere – wie zum Beispiel den Hirsch – bewundern, jetzt hat sich ein Exot dazugesellt: eine Giraffe.

Staudach-Egerndach – Während viele den Einzug des Wolfes fürchten, hat sich in Staudach-Egerndach ein exotisches Tier niedergelassen: eine Giraffe. Seit einigen Tagen ist sie im Moor, entlang des Moorrundweges, zu entdecken.


Was wie ein Scherz klingt, ist Realität. Allerdings handelt es sich nicht um eine lebendige Giraffe, sondern um ein Tier aus Holz, das von dem Aussichtsplatz mit den schönen Bänken entlang des Moorrundweges im Moos neben den heimischen Tieren Hirsch, Reh und Fuchs zu bewundern ist. Man muss schon zweimal hinsehen, um zu entdecken, dass hier etwas nicht stimmt. Eigentlich sollten mit den Silhouetten die im Moos lebenden Tiere vorgestellt werden, eine Giraffe jedoch passt da wenig dazu.

Zweite Bürgermeisterin Martina Gaukler, auf deren Engagement vor zwei Jahren der Moorrundweg im Bürgerengagement attraktiv gestaltet wurde, berichtete, dass im Zuge dieser Maßnahme Holztiere erstellt wurden, die hinter Birken hervorlugen. Reh, Hirsch und auch Fuchs wurden damals installiert. Doch seit einiger Zeit ist das vierte Tier, der Hase, abgängig. Einen Suchaufruf hatte die zweite Bürgermeisterin nach diesem Holzhasen bereits gestartet. Jedoch ohne Erfolg. Umso überraschter war sie, dass anstatt des verschwundenen Hasen nun eine Giraffe auftauchte. Wer sie dort platziert hat, ist nicht bekannt.

Martina Gaukler nimmt es jedenfalls mit Humor. »Wir nehmen auch dieses Tier auf. Bei uns darf sich jeder wohlfühlen«, sagt sie. Allerdings würde sie auch ganz gerne die Giraffe gegen den verschwundenen Hasen austauschen. »Es wäre natürlich schön, wenn unser Hase wieder an seinem Platz zu finden ist«, betonte sie. Womöglich hoppelt dieser in einem Nationalpark in Afrika und wirbt dort für die schöne Moorlandschaft, die auf dem Moorrundweg zu entdecken ist.

Sicher ist, dass der Moorrundweg, der derzeit durch die gelben Lilien und die blauen sibirischen Schwerlinien bereits ein Augenschmaus ist, nun um eine weitere Attraktion reicher ist. Schließlich würde wohl niemand mit einer Giraffe in einem oberbayrischen Moor rechnen. tb