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Georg Tischler übernimmt Schulleitung in Grassau

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Grassau: Georg Tischler übernimmt Schulleitung der Grund- und Mittelschule
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Georg Tischler (rechts) leitet ab sofort die Grassauer Grund- und Mittelschule. Unterstützt wird er von Philipp Bernhofer. (Foto: T. Eder)

Grassau – Die Grund- und Mittelschule Grassau hat eine neue Führung. Georg Tischler, der vor zwei Jahren als Konrektor nach Grassau kam, übernimmt ab sofort kommissarisch die Leitung. Unterstützt wird der erste Konrektor vom zweiten, von Philipp Bernhofer. Über 560 Mädchen und Buben drücken in Grassau die Schulbank.


Überraschend war Johannes Zeitel an die Grundschule Grabenstätt gewechselt. Acht Jahre war er an der Spitze der Grund- und Mittelschule Grassau gestanden. Da er recht spät wechselte, konnte die Stelle als Schulleiter in Grassau nicht mehr ausgeschrieben werden. Somit ist nun Konrektor Georg Tischler als neuer Schulleiter kommissarisch bis zum Ende des Schuljahres für die Schule mit 50 Lehrkräften zuständig.

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Der 35-jährige Familienvater stellt sich dieser Herausforderung gerne. »Ich bekomme große Unterstützung aus dem gesamten Kollegium«, schwärmt der neue Schulleiter im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Die Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv. Ich kann meine Kollegen nur in den höchsten Tönen loben.«

Als zweiter Konrektor war Tischler 2018 nach Grassau gekommen. Vorher war er sechs Jahre in Bad Reichenhall als Lehrer tätig gewesen. »Eine sehr große Hilfe ist auch Philipp Bernhofer für mich«, betont Tischler.

Der 57-jährige Bernhofer kennt die Schule sehr gut. Die vergangenen sechs Jahre war er Bürgermeister in Bernau gewesen. 1989 war er an die Schule gekommen, 2001 hatte er geholfen, den M-Zweig aufzubauen. »Ich war sehr gerne Bürgermeister, freue mich aber, nun wieder Lehrer zu sein«, erklärt er. Noch gut kann sich Bernhofer an den bewegenden Abschied in der Schule vor sechs Jahren erinnern. Umso größer ist nun seine Freude, erneut Schüler unterrichten zu können.

Bernhofer hatte sich auf die Stelle des zweiten Konrektors beworben und leitet nun gemeinsam mit Georg Tischler die Schule. Die Chemie stimmt zwischen den beiden Hauptverantwortlichen, wie zu sehen und spüren ist. »Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden«, versichert Tischler, der auf die Erfahrung von Bernhofer baut.

Was beiden auf der Seele brennt, ist der bauliche Zustand der Schule. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Baustellenambiente empfängt derzeit Schüler wie Eltern. Der Wasserschaden, vor einigen Jahren verursacht, ist noch nicht vom Tisch, die dringende Sanierung noch nicht erledigt. »Wir appellieren an Bürgermeister, Marktgemeinderat und Verwaltung, dass die Schule ins Zentrum rücken muss – und dass mit der Sanierung so bald wie möglich begonnen wird«, betont Bernhofer. »Auch die Gebäude sollen unserer Arbeit, unserem Anspruch an Vermittlung von Lerninhalten und Förderung der sozialen Kompetenz, gerecht werden«, fügt Tischler hinzu.

Erschwert wird die Situation zusätzlich durch die unklare Lage der neuen Sporthalle, die derzeit nicht betreten werden darf. Noch steht das Gutachten aus, ob und wie das Dach der Turnhalle repariert werden kann. So lange darf die Halle auch nicht verwendet werden. Die alte Turnhalle sollte, so die ursprüngliche Planung, abgebrochen und an der Stelle ein neues Schulgebäude errichtet werden. Nun dient die Turnhalle weiterhin als Sportstätte.

Laut Auskunft von Georg Tischler reichen die Klassenzimmer, ergänzt durch den Schulcontainer, noch aus. Geplant sei, Mitte des nächsten Jahres mit der Sanierung zu beginnen. Gemäß Tischler müssen dann weitere Schulklassen ausgelagert und weitere Schulcontainer aufgestellt werden.

»Bei uns steht der Schüler mit seiner Persönlichkeit im Vordergrund«, betont Tischler. Die äußeren Umstände werden daran seinen Angaben zufolge nichts ändern. Was in diesem Schuljahr auch in Grassau jedoch erschwerend hinzukommt, sei die Corona-Krise. »Wir haben eine extrem große Verantwortung den Schülern, den Eltern, den Familien, unseren Angehörigen und dem Kollegium gegenüber«, so Bernhofer.

Akribisch müssten die Hygienevorschriften eingehalten werden. In den ersten Wochen sei Unterricht nur mit Mundschutz möglich. Dies werde, wie Tischler hinzufügte, schwer, denn die Lehrer arbeiten seinen Angaben zufolge sehr viel mit Gestik und Mimik. Gemeinschaftsfördernde Unternehmungen wie Klassenausflüge, Wandertage und Klassenfahrten seien fürs Erste gestrichen. tb