weather-image

Gemeinderat sagt »ja« zu weiterem verkaufsoffenen Sonntag

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Foto: Symbolbild (unsplash.com)

Berchtesgaden – Jeweils am ersten Augustwochenende wird es künftig einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag im Markt Berchtesgaden geben.


Der Marktgemeinderat Berchtesgaden befürwortete am Montag mit drei Gegenstimmen (Bartl Mittner, Michael Koller und Helmut Langosch) einen Antrag der Aktiven Unternehmen Berchtesgaden auf Einführung eines vierten verkaufsoffenen Sonntags. Genauso viele verkaufsoffene Sonntage sind nach dem Bayerischen Ladenschluss zulässig.

Anzeige

Am ersten Augustwochenende gibt es traditionell samstags das große Marktfest. Außerdem ist hier künftig das »Berchtesgadener Salz-Fest-Wochenende« mit dem Salz-Fest-Markt am Sonntag inklusive Rahmenprogramm zum Thema Salz geplant. Die Aktiven Unternehmen wünschen sich deshalb, dass an diesem Sonntag die Geschäfte von 11 bis 16 Uhr öffnen dürfen. Zum verkaufsoffenen Sonntagsangebot gehörten bislang der Ganghofer-Sonntag, Kraxn-Sonntag und der 1. Adventssonntag.

»Es ist mir wichtig, dass wir einen attraktiven Ortskern haben«, signalisierte Marktbürgermeister Franz Rasp seine Unterstützung. In Zeiten von Amazon & Co. sei es ohnehin schwierig, die Geschäfte im Ortskern zu erhalten. Peppi Haslinger (CSU) erläuterte, dass sich das Marktfest am Samstag künftig auf den Abend reduzieren solle, dafür sollen dann am Sonntag zusätzlich die Geschäfte öffnen dürfen.

»Gegen die Internetkonkurrenz werden fünf zusätzliche Stunden am Sonntag nichts helfen«, konstatierte Helmut Langosch (Freie Wähler). Ihm ist es wichtiger, »dass Familien am Sonntag gemeinsam einen Ausflug machen«. Und die Gastronomie habe ja ohnehin geöffnet.

Dr. Bartl Wimmer (Grüne) räumte ein, dass man dieses Thema differenziert sehen könne. Er werde dem Antrag aber zustimmen, um mit dem Angebot das Ortszentrum zu stärken. »Auch wenn wir damit Amazon nicht in die Knie zwingen werden.« Wimmer stellte sich allerdings die Frage, ob man dieses Spektakel mitten in der Hochsaison veranstalten müsse. »Da tobt ja eh schon der Bär.«

»Der Sonntag war immer schon der Tag der Ruhe«, betonte Bartl Mittner (SPD) und sprach sich damit gegen den vierten verkaufsoffenen Sonntag aus. Dagegen ist Manfred Leubner (Grüne) der Ansicht, dass Familien diese minimale Mehrarbeit schon ertragen könnten. »Wir brauchen ja einen lebenden Ortskern.«

UK