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Bergwacht, Wasserwacht und zwei Rettungshubschrauber im Einsatz – Trotz Regens viel los

Gelenk gebrochen, erschöpft oder verirrt

Berchtesgadener Land – Trotz des durchwachsenen Wetters gab es in der vergangenen Woche und am Wochenende viel zu tun für Bergwacht und Wasserwacht.

Viel zu tun hatten die Einsatzkräfte von Berg- und Wasserwacht in den vergangenen Tagen. (Foto: BRK BGL)

Zwei Hubschrauberbesatzungen mussten am Dienstagvormittag gegen 10.45 Uhr zur Wasseralm in der Röth und nach St. Bartholomä am Königssee fliegen. Die Luftretter des Hubschraubers »Christoph 14« versorgten eine 25-jährige Frau mit gebrochenem Sprunggelenk an der Wasseralm und flogen sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Mit »Christophorus 6« wurde ein weiterer Patient von St. Bartholomä zur Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf von der Königsbachalm ein, wo eine erkrankte 21-jährige Wanderin aus Rheinland-Pfalz eingetroffen war, die selbst nicht mehr absteigen konnte. Die Bergwacht Berchtesgaden brachte sie per Geländefahrzeug ins Tal. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Am Freitag gegen 14 Uhr musste die Bergwacht Bad Reichenhall zum Rundwanderweg an der Weißbachschlucht im Lattengebirge bei Bayerisch Gmain ausrücken, wo ein Mann mit einer Knieverletzung Hilfe brauchte. Der Behinderte war zuvor aus einer Arztpraxis verschwunden und wurde dann von der Polizei gesucht. Einsatzkräfte von Bergwacht und Polizei mussten die Unfallstelle erst suchen, ehe sie den Leichtverletzten versorten und ihn dann ins Tal brachten.

Ein Bergsteiger hatte sich am Samstag im Aufstieg in der Watzmann-Ostwand verstiegen und saß schließlich im sehr brüchigen Steilgelände unterhalb der Hachelwände fest. Er setzte gegen 19.15 Uhr aus dem Eisgraben zwischen den Hachelköpfen und der unteren Watzmann-Ostwand einen Notruf ab. Der Mann war im Regen immer weiter aufgestiegen, bis er schließlich völlig durchnässt war und weder vor noch zurückkonnte. Außerdem hatte er seinen Rucksack abgenommen, der dann über die steile Rinne abgestürzt war. Die Besatzung von »Christoph 14« und ein Berchtesgadener Bergretter konnten den unverletzten Mann dank Handy-Ortung rasch finden und dann nach einer Zwischenlandung in St. Bartholomä per Tau zum Landeplatz nach Schönau am Königssee ausfliegen.

Eine erschöpfte 59-jährige Frau aus Thüringen brauchte am Sonntag gegen 16.50 Uhr Hilfe. Die Frau war vom Wimbachgries über das Trischübel in Richtung Königssee gewandert und konnte dann an der verfallenen Oberlahneralm wegen Kreislaufproblemen nicht mehr weiter. Der Melder musste fast bis nach St. Bartholomä absteigen, bis er Handyempfang hatte, um einen Notruf abzusetzen. Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« fanden die Wanderin und ihren Mann dann, die zwischenzeitlich rund 20 Minuten bis zur Wegabzweigung Funtensee-Saugasse abgestiegen waren.

Ein Bergwachtmann stieg im Schwebeflug aus und bereitete beide für den Abtransport vor. Der Pilot brachte dann von St. Bartholomä aus den Notarzt am sieben Meter kurzen Rettungstau zur Einsatzstelle, der die Frau zu sich ans Tau nahm. Beide wurden zur Halbinsel ausgeflogen. Danach holte der Hubschrauber noch den Bergwachtmann und den Mann der Patientin per Tau ab, da ein Unwetter aufzog und unsicher war, ob der Mann den Abstieg allein schaffen würde. Die BRK-Wasserwacht brachte dann das Ehepaar, den Melder und die Bergretter per Boot zur Seelände zurück, da das letzte Kursboot bereits abgefahren war. Die notärztlich versorgte Frau hatte sich so weit erholt, dass sie nicht mehr ins Krankenhaus musste. Der Einsatz dauerte bis 18.45 Uhr. fb