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Gebirgsjäger beseitigen Munitions-Müll auf der Reiter Alpe

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Foto: Montage (Facebook/privat, re. Pfeiffer)

Ramsau – Die Entrüstung war groß: Soldaten haben auf der Reiter Alpe nach einem Einsatz Munition in freier Natur liegen gelassen. Jetzt räumten die Gebirgsjäger mit einem Trupp auf.


Eine Bergsteigerin hatte im Oktober in der Facebook-Gruppe "Du kommst aus Berchtesgaden, wenn..." Bilder der Hülsen gepostet und darunter geschrieben: "Warum muss die Bundeswehr eigentlich ihren Müll nicht entsorgen?" Der "Munitionsschrott" lag in der Nähe des Ramsauer Kircherls auf der Reiter Alpe. Die meisten Nutzer reagierten empört. Ein "absolutes No-Go" sei das, so ein Nutzer.

Soldaten des Hochzugs des Gebirgsjägerbataillons 232 aus Bischofswiesen reagierten nun und beseitigten die Rauchsignalkörper, die vermutlich versehentlich von einer anderen Bundeswehreinheit zurückgelassen worden waren.

"Meine Frau hatte den Facebook-Beitrag entdeckt und mich sofort darüber informiert", erläutert Major Sebastian Lemberg, Chef der 1. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 und ergänzt: "Meine Soldaten und ich wollten etwas für den Umweltschutz tun und haben sofort gehandelt."

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Foto: privat

Der Major und Gebirgsjäger des Hochzugs der 1. Kompanie verbanden die Umweltaktion mit einer militärischen Geländeerkundung. Sie suchten dabei den erweiterten Bereich um das Ramsauer Kircherl ab und fanden unterhalb des Gipfels rund 30 leere Rauchsignaldosen. Die Signalkörper, die zur Einweisung von Hubschraubern dienen und nicht aus Beständen der hiesigen Gebirgsjägerbrigade stammen, wurden wohl versehentlich von einer anderen Einheit der Bundeswehr vergessen.

"Ich möchte mich für den Hinweis aus der Bevölkerung ausdrücklich bedanken", betont Oberst Stefan Leonhard, stellvertretender Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 und Standortältester des Standorts Bad Reichenhall. Und fährt fort: "Bei der Bundeswehr gelten strenge Umweltauflagen. Umso mehr war es uns ein Anliegen, die Munitionsreste umgehend und fachgerecht zu entsorgen."

th/Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade Bad Reichenhall

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Foto: privat