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Game of Games

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Bülent Ceylan
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Bülent Ceylan wandelt auf den Spuren von Ellen DeGeneres. Foto: Sophia Kembowski Foto: dpa

»Comedy ist ja auch Show« wird sich Bülent Ceylan wohl gedacht haben und versucht sich jetzt als Moderator einer Spielshow. Zu sehen ist dieses Experiment bei Sat.1.


Berlin (dpa) - Ob Comedy und Spiele zusammenpassen? Diese Frage könnte ein neuer Sat.1-Moderator beantworten: Er ist ein bekannter Comedian in Deutschland, stammt aus Mannheim und war bislang bei RTL mit der »Die Bülent Ceylan Show« unter Vertrag - Bülent Ceylan (42).

Ab diesem Freitag (20.15 Uhr) ist er als Moderator bei Sat.1 zu sehen und führt durch die neue Spielshow »Game of Games«.

Die Regeln der neuen Show sind schnell erklärt: Zunächst müssen sich fünf Teilnehmer aus dem Publikum qualifizieren. Dies geschieht durch verschiedene Spiele, bei denen jeweils ein Teilnehmer weiterkommt. In der zweiten Runde treten die Kandidaten in einer Abwandlung des bekannten Kinderspiels »Reise nach Jerusalem« gegeneinander an. Alle tanzen blind über eine Fläche, bis die Musik verklingt und Hocker aus dem Boden gefahren werden, die die Kandidaten krabbelnd finden müssen. Wer keinen Stuhl abbekommt, fliegt.

Die übrigen vier Kandidaten beantworten dann in der letzten Runde »Know or go« nacheinander mehr oder weniger knifflige Fragen. Der Gewinner hat dann im Finale die Chance auf 50.000 Euro, wenn er auch noch einen Bildertest besteht, bei dem etwa Politikernamen ihren Porträts zugeordnet werden müssen.

Das Format ist bereits durch den US-amerikanischen Sender NBC und mit der Moderatorin Ellen DeGeneres bekannt geworden. Dort geht es wie im deutschen Ableger keineswegs zimperlich zu - die Kandidaten müssen so einiges über sich ergehen lassen. Da kann es schon mal vorkommen, dass jemand durch die Luft fliegt oder Matsch ins Gesicht geworfen bekommt, von dem man gar nicht wissen möchte, woraus er besteht.

Moderator Ceylan will sich auch spielerisch in die actionreiche Show einbringen. »Es ist ein richtig fettes Format, von den Spielen her sicher eher simpel, aber aufwendig und nicht billig gemacht«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. »Der Moderator ist nicht nur Moderator, sondern er spielt mit den Kandidaten und lebt alles mit.«

Außerdem plant Sat.1 weitere Formate mit ihm im Comedy-Bereich, als Gast in anderen Shows und möglicherweise sogar als Schauspieler. Doch bereits mit »Game of Games« erfüllt sich Ceylan eigenen Worten zufolge einen Traum: »Ich habe mir schon lange ein internationales Format gewünscht, für die ganze Familie, mit Leichtigkeit und Spontanität.«

Das klingt nach Wertschätzung beim neuen Sender, und auch deshalb dürfte Ceylan beim »Spiel der Spiele« ganz in seinem emotionalen Element sein. »Ich denke, dass für diesen Job ein Comedian am besten geeignet ist, der nicht nur Wissen abfragt, sondern eben mitfiebert und keinen niedermacht«, sagte er.

Insofern sieht sich der Mannheimer auch als Stütze für die Kandidaten: »Ich kann die Leute eher abholen, trösten und auch mal einen mitfühlenden Scherz einbringen. Ich kann also - wie bisher auch schon - ein frecher Junge sein, der dann auch mal ein schlechtes Gewissen zeigt.«

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