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Frust in Lautern nach vertaner Chance

Aue (dpa) - Mit enttäuschten Gesichtern schlichen die Spieler des 1. FC Kaiserslautern in die Kabine. Nur fünf Tage nach ihrem Pokal-Triumph beim Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen gegen den Zweitliga-Abstiegskandidaten FC Erzgebirge Aue verloren zu haben, sorgte für eine Menge Frust.

Enttäuschung
Kaiserslautern verpasste den Sprung auf die Aufstiegsplätze. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa

«Das ist bitter und natürlich nicht unser Anspruch», sagte Trainer Kosta Runjaic. «Wir haben hier heute drei Punkte liegengelassen.»

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Die zeitliche Nähe zum großen Coup in Leverkusen lässt diese Niederlage allerdings nur besonders peinlich aussehen. Das eigentlich Bittere aus Lauterer Sicht ist, dass der Aufstiegsfavorit durch dieses 0:1 (0:1) im Erzgebirge eine große Chance im Aufstiegsrennen verstreichen ließ. Nach den Patzern fast aller Konkurrenten hätte der FCK am Montagabend zum ersten Mal seit knapp drei Monaten wieder auf einen der ersten beiden Tabellenplätze rücken können. Stattdessen läuft das mutmaßlich teuerste Team der 2. Fußball-Bundesliga den direkten Aufstiegsrängen und dem Relegationsplatz weiter hinterher.

«Wir müssen die Niederlage akzeptieren und fahren jetzt mit einem schlechten Gefühl im Bus nach Hause. Ab Mittwoch bereiten wir uns dann auf das Spiel gegen Aalen vor und werden diese Partie auch gewinnen», meinte Runjaic kämpferisch.

Der Trainer war einer der wenigen, den dieser Rückschlag in Aue offenbar nicht überraschte. Schon vorher hatte Runjaic vor den körperlichen Folgen und auch einer zu großen Euphorie nach dem Pokal- Erfolg gewarnt. «Es lag nicht an der Mentalität und auch nicht an der Qualität. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf», sagte er nach dem Spiel. «So ein frühes Tor ändert vieles, unsere Ausrichtung konnten wir danach nicht mehr so umsetzen wie geplant. Wir haben alles versucht, ab der 60. Minute haben wir dann viel Druck aufgebaut und Aue hinten eingeschnürt. Aber das Tor ist uns nicht gelungen.»

Aues Siegtreffer erzielte Jakub Sylvestr auf der Gegenseite schon nach fünf Minuten. Der zweite Matchwinner für den Tabellen-15. hieß Jan Männel. «Ein überragender Torwart hat das Spiel mit entschieden», meinte Runjaic. Sein Mittelfeldmann Markus Karl kritisierte: «Leider haben wir uns durch ein dummes Gegentor wieder selbst besiegt. In der zweiten Hälfte hatten wir sechs 100-prozentige Chancen. Wenn man da kein Tor macht, kann man auch keine Punkte mitnehmen.»

Am Sonntag spielt der FCK zu Hause gegen den nächsten Abstiegskandidaten und ist diesmal wenigstens gewarnt. Denn das Hinspiel beim VfR Aalen verloren die Lauterer mit 0:4 - es war die letzte Partie unter dem danach gefeuerten Trainer Franco Foda.