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Friedenspreis für zwei mutige Menschen

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Nadia Murad
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Nadia Murad setzt sich ein für Frauen, denen Schlimmes angetan wurde. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa

Im Krieg passieren schlimme Sachen. Soldaten benutzen Waffen, um Menschen zu verletzen oder sogar zu töten. Hinzu kommen oft heimliche Verbrechen, über die nicht so viel geredet wird. Manche Kämpfer halten ihre Opfer gefangen. Sie zwingen sie mit Gewalt, Dinge zu tun, die sie nicht möchten, zum Beispiel zum Sex.


Mutige Menschen setzen sich dafür ein, dass so etwas nicht passiert. Zwei besonders wichtige unter ihnen heißen Denis Mukwege und Nadia Murad. Am Freitag wurde bekannt: Für ihren Einsatz bekommen die beiden den Friedensnobelpreis.

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Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen auf der Welt. Spätestens jetzt wird über ihre Arbeit viel gesprochen. Die Hoffnung ist, dass die sexuelle Gewalt in Kriegen dadurch weniger im Verborgenen bleibt. Und dass den Menschen dort mehr geholfen wird.

Nadia Murad kommt aus dem Land Irak und überlebte selbst schlimme Verbrechen. Sie wurde von Kämpfern entführt und missbraucht. Zum Glück konnte sie fliehen. Heute lebt sie in Deutschland. Oft ist sie aber unterwegs, um ihre Geschichte zu erzählen.

Der Arzt Denis Mukwege stammt aus dem Land Kongo in Afrika. Er hat ein Krankenhaus gegründet, in dem er sich um misshandelte Frauen kümmert. Er versorgt aber nicht nur ihre Wunden. Er hilft ihnen zum Beispiel auch, die Verbrecher vor Gericht zu bringen.

Die Jury des Nobelpreises findet, dass man sexuelle Gewalt im Krieg auch als Waffe bezeichnen kann. Als Taktik, um Menschen den Mut zu nehmen. Denn viele Opfer solcher Verbrechen und deren Familien leiden ein ganzes Leben unter den Erinnerungen. Deswegen fordert die Jury, dass Frauen auch im Krieg besser geschützt werden.