weather-image

Frauenhäuser bieten Müttern und Kindern Schutz

0.0
0.0
Spielzimmer im Frauenhaus
Bildtext einblenden
Manche Frauen, die zu Hause Gewalt erleben, flüchten mit ihren Kindern in ein Frauenhaus. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa Foto: dpa

Die Eltern streiten! Es läuft eben nicht immer alles toll in den meisten Familien. Doch in der Regel vertragen sich bald alle wieder. Manche Paare fetzen sich jedoch richtig schlimm und oft. »Da schreit der Mann ganz laut, zieht die Frau an den Haaren oder schlägt sie«, sagt Johanna Thie. Sie arbeitet für eine Organisation, die unter anderem Frauen hilft, die Gewalt erleben.


Manchmal entscheidet eine Frau dann: Sie kann nicht länger bei dem Mann in der Wohnung bleiben. Es wäre zu gefährlich. Aber wohin?

Anzeige

Eine Möglichkeit ist, um Aufnahme in einem Frauenhaus zu bitten. So nennt man Einrichtungen, in denen Frauen Schutz vor Gewalt suchen. Die Adresse solcher Häuser ist geheim, damit zum Beispiel kein Mann seine Frau finden und ihr wieder drohen kann.

Viele Frauen bringen ihre Kinder mit ins Frauenhaus. Denn die Gewalt gegen eine Frau kann auch ihren Mädchen und Jungen schaden, erklärt die Expertin. Etwa, weil die sich große Sorgen um die Mutter machen.

Im Frauenhaus müssen dann in der Regel alle zusammen in einem Zimmer wohnen, erzählt Frau Thie. Weil genügend Plätze für alle fehlen, die schnell Schutz brauchen.

In so einem Frauenhaus bleiben Mütter und Kinder meist einige Wochen oder Monate. »Für die Kinder ist das eine besonders schwierige Situation«, sagt Johanna Thie. Denn zum Beispiel dürfen sie keine Freunde ins Frauenhaus bringen. Auch Smartphones sind meist nicht erlaubt. Denn sowohl über Freunde als auch über das Handy könnte jemand Hinweise auf das Versteck bekommen.

Fachleute wie Johanna Thie wünschen sich aber mehr Hilfen für Kinder in den Frauenhäusern. Nicht nur zusätzliche Zimmer, sondern etwa auch eigene Beratung für die Jungen und Mädchen, etwa damit sie sich wieder sicher fühlen können. »Denn Kinderrechte gelten auch im Frauenhaus«, sagt Johanna Thie. Am Dienstag kündigte eine Politikerin der Regierung an, künftig mehr Geld für solche Häuser zu geben.