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Sabine Gerstacker zeigt ihre Bilder bis 24. Mai in der Schlossökonomie Grabenstätt

»Faszination Farbe – Bilder & Grafik«

Sehenswert ist die Ausstellung der Malerin Sabine Gerstacker unter dem Motto »Faszination Farbe – Bilder & Grafik«, die noch bis 24. Mai in der Schlossökonomie Grabenstätt (neben dem Schloss bzw. Rathaus) zu besichtigen ist.

Zu ihrer beeindruckenden Ausstellung »Faszination Farbe – Bilder & Grafik« in der Grabenstätter Schlossökonomie gratulierte Bürgermeister Georg Schützinger der Laufener Künstlerin Sabine Gerstacker. (Foto: Müller)

Ein ausgestelltes Bild trägt den Titel »Feuereifer«, doch mit eben jenem Feuereifer lässt die Wahl-Laufenerin alle ihre Bilder entstehen, garniert mit viel Kreativität, Fantasie und einem außergewöhnlichen Blick für passende Farb- und Formkompositionen. Ihre in den abstrakten Kunstwerken zum Ausdruck kommende Lebensfreude und sprudelnde Energie sind ungemein ansteckend und erleichtern es dem interessierten Betrachter, die verschlüsselten Botschaften zu erkennen.

Wer Glück hat, kann mit der vielfach ausgezeichneten Künstlerin vor Ort persönlich ins Gespräch kommen und zum Beispiel über ihre »Lieblingsfarbe« Ultramarin (ein spezifischer blauer Farbton) diskutieren, die, wie sie bei der gut besuchten Vernissage verriet, einst »von der anderen Seite des Meeres« aus Afghanistan nach Europa gekommen sei und das dortige Farbspektrum ungemein bereichert habe. Einst sei Ultramarin sogar teurer als Gold gewesen, so Gerstacker.

Wie die studierte Künstlerin verriet, speichere sie ihr ganzes Leben in Bilder ab, auch die Gefühle und Gerüche. Bevor sie sich in ihrem Atelier in Laufen an die Arbeit mache, habe sie zunächst eine Idee im Kopf, mache sich genaue Vorzeichnungen und Skizzen und versuche dann die Ideen mit den jeweils passenden Farben und Formen Stück für Stück umzusetzen. »Bei mir passiert nichts aus dem Bauch heraus, es ist alles geplant und überlegt und dann dauert es manchmal auch etwas länger«, erzählt Gerstacker.

Sie liebe es mit Öl zu malen und mit den einzelnen aufeinandergelegten Schichten für eine außergewöhnliche Strahlkraft zu sorgen. Die einzelnen Farben müssen aber ganz durchgetrocknet sein, denn wenn sie sich vermischen würden, ginge die Wirkung verloren. »Ich glaube, in meinem Blutkreislauf fließt kein Blut, sondern Farben, hauptsächlich pink und himmelblau«, ließ die Künstlerin abschließend unter Applaus schmunzelnd verlauten.

Nicht nur die Gäste der Vernissage können dies bestätigen. »Es freut uns immer wieder, wenn Künstler wie Sabine Gerstacker bei uns ausstellen möchten und stellen ihnen unseren Schlossökonomiesaal gerne zur Verfügung«, so Bürgermeister Georg Schützinger. Ein besonderer Dank galt Marion Wagner und Christina Berger von der Tourist-Info für die Organisation. Musikalisch untermalt wurde die Vernissage von Balthasar Hechenbichler am Flügel und Philipp Witzler am Bass. Bei der Verlosung wechselten lichtechte Kunstwerke Gerstackers den Besitzer.

Ihre Ausstellung läuft noch bis 24. Mai, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, montags bis donnerstags auch von 14 bis 16 Uhr sowie freitags, samstags, sonntags und feiertags von 15 bis 18 Uhr in der Schlossökonomie in Grabenstätt. An den letztgenannten Tagen wird die Künstlerin häufig selbst vor Ort sein. Markus Müller