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Farbstarke Longo-Kreuze bleiben im Festspielhaus

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Prof. Karlheinz Essl (von links), Helga Rabl-Stadler und Prof. Agnes Essl bei der offiziellen Übergabe der Schenkung der farbenstarken Kreuze. (Foto: Salzburger Festspiele/Anne Zeuner)

Mit großer Dankbarkeit nahm Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler eine großzügige Schenkung von Prof. Agnes und Prof. Karlheinz Essl entgegen. Die vier farbenstarken Kreuze von Robert Longo »Dreams with the Wrong Solution« sind aus dem Foyer des Großen Festspielhauses nicht mehr wegzudenken.


Der damalige Intendant Gerard Mortier hat den Multi-Akteur Robert Longo zur Oper verführt. 1993 schuf Longo das Bühnenbild für eine neue Inszenierung von Lucio Silla mit dem Regisseur Peter Mussbach. Mortier war es, der diese Kunst nicht nur für einen flüchtigen Musiksommer erhalten wollte. Er wollte verhindern, dass die Kreuze in alle Welt verkauft werden, er wollte sie gerne im Festspielhaus behalten. Das wurde möglich durch das Ehepaar Essl, das die Kreuze erwarb und den Festspielen als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte. Nun gehen sie ins Eigentum des Salzburger Festspielfonds über.

Kunst bereichert das Leben und erweitert den Horizont

Prof. Agnes und Prof. Karlheinz Essl dazu: »Kunst bereichert das Leben, erweitert den Horizont und macht tolerant. Diese Werte teilen wir mit den Salzburger Festspielen und haben unser Leben geprägt. In Anerkennung der kulturellen Leistungen und in großer Dankbarkeit übergeben wir die vier Kunstwerke von Robert Longo in die Obhut der Salzburger Festspiele, für die sie geschaffen wurden und wo sie für immer ihren Platz behalten sollen.« »Fresken, Mosaike, Gobelins, Gemälde, Skulpturen. Es ist eine eindrucksvolle Spur, die die bildende Kunst in unseren Häusern hinterlassen hat. Ein sichtbares Zeichen für die Einbindung aller Künste ins Gesamtkunstwerk Festspiele. Sei es auf der Bühne, sei es in den Foyers, die dadurch eine besondere Aura entwickeln. Auch in diesem Sinne sind die Longo-Kreuze für uns ein Glücksfall«, sagt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Robert Longo (geb. 1953) ist ein international bekannter bildender Künstler, dessen Werke seit den späten 1970er-Jahren ausgestellt werden. Longo ist für seine großformatig angelegten Arbeiten in den verschiedenen Medien, von Zeichnung über Bildhauerei und Film bis hin zu Performance und Musik, weithin bekannt und wurde von Museen in ganz Europa, Asien und den Vereinigten Staaten ausgestellt. Er war Teilnehmer an der Documenta (1987 und 1982), der Biennale Venedig (1997) und der Whitney Biennale (2004 und 1983).

Werke in den wichtigsten Museen weltweit

Seine Werke sind in zahlreichen der wichtigen Museen und Privatsammlungen weltweit vertreten, darunter im Museum of Modern Art, NYC, im Whitney Museum of American Art, NYC, im Los Angeles County Museum of Art, im Centre Georges Pompidou, Paris, in der Albertina, Wien sowie in der Tate, London. Im Jahre 2005 wurde Longo Preisträger des Goslarer Kaiserrings und 2010 wurde ihm der Orden Officier de L’ordre des Arts et des Lettres vom französischen Kulturminister verliehen. 2012 kam die als Monografie unter dem Titel Charcoal (Hatje Cantz) erschienene Werkschau seiner Arbeiten von 2001 bis 2011 auf die Shortlist des Besten Deutschen Buchdesigns.

Darüber hinaus ist Longo auch Mitglied und Mitbegründer der Art-Rock-Band »The X-Patsys«, in der er E-Gitarre spielt und zu deren Bandmitgliedern auch seine Frau, die legendäre Fassbinder-Schauspielerin, Barbara von Sukowa (Gesang) sowie der Künstler Jon Kessler (Gitarre) zählen. fb