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Fahrtraining für Jugendliche

Schönau am Königssee - Allein im vergangenen Jahr starben auf Bayerns Straßen 780 Menschen in Verkehrsunfällen. Um richtiges Verhalten zu zeigen, veranstaltete die Kreisverkehrswacht Berchtesgadener Land in Zusammenarbeit mit dem Jugend-Treff.5 Förderverein am Samstag ein Fahrtraining für Jugendliche.

Mit dem Pkw konnten die Teilnehmer Vollbremsungen auf regennasser Bahn testen. Fotos: Anzeiger/av

Zunächst stand Theorie auf dem Programm: In der Tourist-Information am Königssee-Parkplatz hielt der ehemalige Polizeibeamte Alexander Wunderlich einen Vortrag, der von zahlreichen Jugendlichen verfolgt wurde. Dabei sollte vor allem die Mission der Verkehrswacht vermittelt werden: Jugendlichen zu zeigen, wie Unfälle gänzlich zu vermeiden sind. Um das Thema richtig anzugehen, wurden noch einmal die wichtigsten Lektionen aus dem Fahrschulunterricht behandelt. Dann ging es mit dem Praxisteil weiter.

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Auf dem Parkplatz Königssee war eigens für das Fahrtraining ein großer Bereich abgesperrt, auf dem die Freiwillige Feuerwehr Königssee neben weiteren Utensilien eine große gelbe Plane ausgebreitet hatte und einen Wasserschlauch bereithielt. Das sah wie eine gigantische Wasserrutsche für Pkws aus, diente aber zur Erklärung der Gefahrenbremsung.

Vorerst jedoch durften sich die meist jungen Teilnehmer erst einmal an anderen Übungen versuchen, etwa so schnell wie möglich im Kreis zu fahren oder zu testen, wie gut sie die Länge und Breite ihrer Autos kennen. Auch, wie lange der Reaktions- und Bremsweg im Straßenverkehr tatsächlich sein kann. Aber die wohl wichtigste Lektion des Tages war folgende: Wenn ein Autofahrer auf nassem Untergrund fährt (simuliert durch die nasse Plane der Feuerwehr) und eine Gefahrenbremsung mit ABS macht, sollte er keinesfalls das Lenkrad verreißen.

Die Personen, die all diese wissenswerten Lektionen erteilten, waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kreisverkehrswacht Berchtesgadener Land. Darunter etwa Fahrlehrer Wolfgang Hintermeier aus Laufen, der die Jugendlichen mit vollem Einsatz und mit Spaß an der Sache unterrichtete. Sein Rat, um den Straßenverkehr aktiv sicherer zu gestalten: »Wenn sich jeder an die Gepflogenheiten hält, die Witterung berücksichtigt und die Geschwindigkeiten und Abstände einhält, dann ist das Fahren für jeden sicher.«

Eine der jungen Teilnehmerinnen war Lisa Schelble. Beim Fahrsicherheitstraining konnte sie wichtige Erfahrungen sammeln: »Ich fand das Training sehr gut. Man lernt, wie man auf der Straße reagieren muss. Ich hab bereits zum zweiten Mal mitgemacht.« Das alles wäre aber gar nicht möglich gewesen ohne die tatkräftige Unterstützung durch den Jugend- Treff.5 Förderverein und die beteiligten Firmen und Institutionen. Auch Vorsitzende Heike Mechelhoff weiß, dass das Engagement am Jugendlichen Früchte trägt: »Wir vom Jugendförderverein wollen in verschiedenen Sektoren tätig sein, damit die Jugend sicher in ihre Zukunft schauen kann.« Weitere Bilder vom Fahrsicherheitstraining in der Bildergalerie online unter www.berchtesgadener-anzeiger.de av