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Fäkal-Keime gefunden: Trinkwasser in Weißbach wird gechlort

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150 Haushalte in Weißbach an der Alpenstraße sind von verunreinigtem Wasser betroffen und dürfen es bis auf weiteres nicht zum Trinken, Kochen und Duschen verwenden.

Schneizlreuth – Das Wasser aus der Weißbacher Wasserversorgung ist verunreiningt. Die Gemeinde Schneizlreuth warnt die Bürger im Ortsteil Weißbach an der Alpenstraße vor Fäkal-Keimen im Trinkwasser. Woher die Verunreinigung kommt, ist noch unklar.


Update, Dienstag, 12 Uhr:

Wie die Gemeinde Schneizlreuth am Dienstag mitgeteilt hat, hat das Gesundheitsamt Traunstein das Wasser aus der Versorgungsanlage in Weißbach an der Alpenstraße wieder zur uneingeschränkten Nutzung freigegeben. Allerdings wird das Wasser dennoch bis auf weiteres gechlort.

Über die Quelle bzw. Ursache der Verunreinigung liegen bislang noch keine genaueren Informationen vor.

Vorbericht:

Seit Samstagmorgen wird das Wasser für die gesamte Anlage nun gechlort. Wie und ab wann das Wasser wieder genutzt werden kann, entscheidet das Gesundheitsamt Traunstein, wenn es weitere Proben untersucht hat. Die Gemeinde rechnet damit laut den aktuellen Informationen auf ihrer Internetseite (schneizlreuth.de) vermutlich ab der nächsten Woche (KW 24).

Mehrmals pro Woche wird das Wasser der Weißbacher Wasserversorgung untersucht. Dabei wurde Ende letzter Woche eine zu hohe Keimbelastung festgestellt: Der Grenzwert für Enterokokken wurde überschritten. Nach Informationen von Heinrich Steyerer, zweiter Bürgermeister der Gemeinde, sind 150 Haushalte an die Wasserversorgung angeschlossen. Es soll nun zusätzlich eine neue Filteranlage eingebaut werden, sagte er gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt. Allerdings sei noch völlig unklar, woher diese Verunreinigung stamme.

Auf Anweisung des Gesundheitsamtes darf das Wasser aus der Wasserversorgungsanlage in Weißbach bis auf Weiteres weder zum Trinken, für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zur Reinigung offener Wunden, zum Waschen, Duschen und Baden verwendet werden. Für die Klospülung darf das Wasser hingegen genutzt werden.

Wie Christian Aicher vom Gesundheitsamt auf Nachfrage mitteilte, darf das Wasser zum Abspülen des Geschirrs verwendet werden, wenn es mindestens fünf Minuten sprudelnd gekocht wurde. Da auch Spülmaschinen das Wasser über 65 Grad erhitzen, sei die Verwendung hier ebenfalls unbedenklich. Das Wasser soll nicht zum Trinken, Duschen oder Geschirrspülen verwendet werden. Gerade bei Menschen mit geschwächter Immunabwehr können die Erreger Durchfälle verursachen. wb/ka