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Wie immer fest im Sattel: der Schönauer Extremradsportler Rainer Popp. (Foto: Sieber)

St. Georgen am Attersee – Nach einer Saison voller Verletzungen, Pech und Pannen fuhr Rainer Popp, der mit 55 Jahren älteste Teilnehmer beim Race around Austria nach drei Tagen fünf Stunden und 35 Minuten durch ein Spalier von 5 000 frenetisch anfeuernden Zuschauern in St. Georgen am Attersee ins Ziel.


Jeder der ankommenden Fahrer wurde mit einem Motorrad durch drei Festzelte bis zur Zielbühne begleitet. Doch nicht nur im Ziel, auch auf der für Popp 1 500 Kilometer langen Strecke herrschte in den Fanzonen beste Stimmung, was die Fahrer zusätzlich motivierte. »Das war Gänsehautfeeling pur«, erklärte der Drittplatzierte aus Schönau am Königssee.

Die Hälfte aller Fahrer schied in den beiden Hauptrennen über 1 500 und 2 200 Kilometer vorzeitig aus. Zu groß waren für viele bei sengender Hitze die Strapazen. Temperaturen fast um 40 Grad im Burgenland ließen das Rennen zu einer Tortur werden.

Unbeeindruckt davon schraubte der 32-jährige Grazer Christoph Strasser den neuen Rekord für die Fahrt um Österreich auf drei Tage und 14:44 Stunden. Strasser schlief dabei insgesamt nur eine Stunde.

Doch auch Rainer Popp fuhr ein sensationelles Rennen über die kürzere Strecke. Den zweiten Platz vergab der Berchtesgadener, weil er längere Schlafpausen brauchte. Der Drittplatzierte über 1 500 Kilometer dankte im Besonderen seinem Betreuerteam mit Hans Denk, Eugen Fritz, Peter Peschik und Stephan Sieber.

Popps Familie und Freunde empfingen ihren Radhelden nach der Zielankunft am Attersee. Das letzte Saisonrennen absolviert der Radsport-Oldie im September mit einem Zwölf-Stunden-Rennen in der Steiermark. Christian Wechslinger