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Experte: Drohnenattacken steigern Einstellung gegen USA im Jemen

Berlin/Sanaa (dpa) - Neben dem Schmähvideo über den Propheten Mohammed hat möglicherweise auch Frust über die USA die antiamerikanischen Proteste im Jemen befeuert.

«Die USA sind in der gesamten jemenitischen Bevölkerung nicht besonders beliebt», sagte Tim Petschulat, Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jemen, am Freitag im Deutschlandfunk. «Insbesondere liegt das an den völkerrechtswidrigen Drohnenattacken, die Terroristen, aber auch immer wieder unschuldige Zivilisten treffen.»

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Gleichzeitig habe das Video die Gefühle der Muslime verletzt. «Dieser Film beleidigt das muslimische Selbstverständnis zutiefst.» Denn er stelle den Propheten Mohammed in einer völlig respektlosen Weise dar.

Bei dem Angriff auf die US-Vertretung im Land waren nach Berichten jemenitischer Medien am Donnerstag vier Menschen getötet und über 30 weitere verletzt worden.

FES Jemen