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EU-Gipfelchef reist nach Griechenland - Wichtige Treffen

Athen/Brüssel/Paris (dpa) - Beim Euro-Sorgenkind Griechenland laufen die Beratungen über ein neues Sparprogramm auf Hochtouren. In den kommenden Tagen kommt es zu einer Reihe wichtiger Treffen.

Van Rompuy
EU-Gipfelchef Van Rompuy wird in Athen den griechischen Regierungschef Samaras treffen.. Foto: Nicolas Bouvy Foto: dpa

Nächste Woche werden die Kontrolleure der internationalen Geldgeber-Troika aus EU, Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) ihre Arbeit in der griechischen Hauptstadt aufnehmen. EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy will am Freitag (7.9.) in Athen den griechischen Regierungschef Antonis Samaras treffen. Das teilte Van Rompuys Büro am Freitag in Brüssel ohne weitere Angaben mit.

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Der griechische Premier Antonis Samaras will sich am 10. September mit der Troika treffen. Dies bestätigte sein Büro am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Finanzminister Ioannis Stournaras will am kommenden Dienstag (4.9.) seinen Amtskollegen Wolfgang Schäuble (CDU) in Berlin besuchen, um ihn zu informieren.

Wann die Troika ihren Bericht über die Spar- und Reformfortschritte Griechenlands vorlegt, blieb weiterhin unklar. Bislang ist von Ende September, Anfang Oktober die Rede. Deutschland und andere Euroländer wollen den Bericht abwarten, bevor über das weitere Vorgehen bei den Griechenland-Hilfen entschieden wird.

Erste Einzelheiten des Sparpakets waren am Donnerstag bekanntgeworden: Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Kreisen des Finanzministeriums sieht es Kürzungen von Renten in Höhe von 4,5 Milliarden Euro vor. Um 940 Millionen Euro sollen Zusatzrenten gekürzt werden. Gut 800 Millionen Euro weniger sollen die Staatsbediensteten verdienen. Die drei Koalitionsparteien ringen noch um die Details. Vor allem wird auf Hochtouren um mögliche Entlassungen von Staatsbediensteten (mindestens 40 000) und über die Höhe der Kürzungen von Niedrigrenten beraten.

Unterdessen ist ein Ende der derzeitigen Wirtschafts- und Schuldenkrise nach Einschätzung des französischen Präsidenten François Hollande nicht in Sicht. «Meine Pflicht ist es, den Franzosen die Wahrheit zu sagen. Wir sind mit einer außerordentlich schweren Krise konfrontiert, einer langen Krise, die mittlerweile mehr als vier Jahre andauert», sagte der Staatschef am Freitag bei einer Rede im nordfranzösischen Châlons-en-Champagne. Mittlerweile seien alle großen Wirtschaftsmächte und selbst die Schwellenländer betroffen.

Rede Hollandes