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Erwachsene hören Kindern zu

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Kindergipfel
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Aino Umino aus dem Land Japan war bei einem wichtigen Treffen mit anderen jungen Leuten aus der ganzen Welt dabei. Foto: Roberto Pfeil/dpa Foto: dpa

Wie würden Städte aussehen, wenn Kinder dort Bürgermeister wären? Wahrscheinlich gäbe es mehr Parks und weniger verschmutzte Luft. Auch könnten Kinder überall sicher draußen spielen. Und jede Familie könnte sich eine Wohnung leisten. Und vor allem: Alle Kinder dürften mitreden!


Über diese und viele andere Ideen haben Kinder aus der ganzen Welt gerade in der Stadt Köln gesprochen. Sie redeten aber nicht nur miteinander, sondern unterhielten sich auch mit Experten und Bürgermeistern aus der ganzen Welt, zum Beispiel aus den Ländern Kolumbien oder Kanada. Vier Tage lang diskutierten Hunderte Leute also darüber, wie Städte kinderfreundlicher werden können.

Am Ende überreichten die Kinder am Freitag einen langen Text mit ihren Ideen. Und die Bürgermeister unterschrieben eine Erklärung mit ihren Zielen. Darin steht etwa: Jedes Kind soll die gleichen Rechte haben und von Politikern fair behandelt werden. Und jedes Kind soll in einer sicheren, gesunden und sauberen Umgebung wohnen.

Die zwölf Jahre alte Aino Umino war mit dabei. Sie kommt aus dem Land Japan in Asien. Besonders beeindruckt hat sie bei dem Treffen, wie viel die Kinder und Jugendlichen an ihren Forderungen gearbeitet haben. »Sie redeten nicht einfach nur so herum, sondern versuchten wirklich, Probleme zu lösen.«

Wenn sie nach Hause kommt, will Aino zu den Politikern ihrer Stadt Machida gehen und ihnen die Erklärung zeigen. Sie sollten diese Dinge umsetzen. »Ich möchte erst meine Stadt verändern, und dann weitersehen«, sagte sie. Vielleicht lasse sie sich auch in den Jugendstadtrat wählen.

Was aber können Kinder machen, die nicht bei dem Treffen waren? Aino hat einen Rat: »Es ist wichtig, dass man den Mund aufmacht!« Nur wer sage, was er wolle, könne gehört werden. »Sei mutig und rede mit jedem darüber«, meint sie.