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Erst klassisch, dann Freistil

Livigno - Der gebürtige Berchtesgadener und ehemalige Kaderskispringer Peter Gaffal vom SK Berchtesgaden hat sich seit vielen Jahren voll und ganz dem Langlaufsport verschrieben. Als Auftakt für die Rennsaison wählte der Aktive aus dem Sport M+R-Brandner-Langlaufteam einen Klassischbewerb und ein Skaterrennen in Livigno, einem Wintersportort in der italienischen Region Lombardei. Während Gaffal beim Bewerb im klassischen Stil mit Platz 106 unter 700 Startern zufrieden sein musste, preschte er in der Paradedisziplin Freistil unter 2 500 Läufern aus 19 Nationen bis an die 31. Stelle vor.

Kraftvoll zieht der Berchtesgadener Peter Gaffal in Livigno durch den tief verschneiten Tann. Foto: privat

Zunächst startete Gaffal bei Neuschnee und somit weicher und glasiger Spur beim Klassiker über 21 Kilometer. Der Langläufer entschied sich für die konservative Variante mit einem Wachs, das gut hielt. Bis zur Wende am Fuße des Passo Forcola lag der Berchtesgadener unter 700 Teilnehmern auf Platz 98.

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Am Ende wurde Gaffal noch von ein paar Konkurrenten überholt, weil er am Schlussanstieg die falsche Spur gewählt hatte, die weicher war. Peter Gaffal zeigte sich mit dem Ergebnis in seiner schwächeren Disziplin dennoch zufrieden: »Da ist noch Luft nach oben«, so Gaffal, der zwei Tage später als einer von 2500 Teilnehmern beim 23-km-Skatingrennen »La Sgambeda« ins Rennen ging.

Am Start war bei Topbedingungen mit minus acht Grad und harter Spur die halbe Weltelite der Volksläufer. Gaffal ging mit Vorsicht ins Rennen, lief aber gleich am ersten Berg in die erste Gruppe ein. Schnell fand der ehemalige Skispringer ein Loch, um eine funktionierende Gruppe zu begleiten. »Das Material funktionierte, und ich kam bei Powderfeeling mit Kaiserwetter sehr gut ins Rennen«, so Gaffal, der auf den Abfahrten etwas den Puls drosseln und sich verpflegen konnte.

Der Ausdauersportler wusste um die harten Anstiege in 1850 Meter Seehöhe, die noch folgen würden. Am Fuße des »Forcola« konnte sich Gaffal nach einer Attacke mit fünf weiteren Läufern absetzen. Dabei riskierte der Berchtesgadener sehr viel und lief bei jedem Anstieg am Limit. Der Lohn war zwischenzeitlich Platz 35 unter den 2 500 Aktiven. Am Schlussanstieg hängte der Langläufer aus Berchtesgaden noch einmal fünf Konkurrenten ab. Auf den letzten Metern lief dann noch ein junger Italiener am Mann vom SKB vorbei, sodass es zu einem tollen 31. Platz reichte.

»Alles in Allem bin ich mit dem Einstand zufrieden, der Klassiker war nie meine Stärke, aber fürs Reinkommen gut. Das Skatingrennen wies mir den Weg für diese Saison. Mit einem Rückstand von nur acht Minuten war ich sehr gut dabei«, freute sich Peter Gaffal.

Ergebnisse 21 km Klassisch: 1. Daniel Richardsson (Schweden) 58:26,7 Minuten, 2. Sami Jauhojaerve (Finnland) 58:26,8, 3. Stanislav Rezac (Tschechische Republik) 58:28,1, 106. Peter Gaffal (Salomon Leki Racing Team) 1:13:57,2.

23 km Skating: 1. Petro Valorz 52:50,6, 2. Daniele Compagnoni 52:50,7, 3. Paolo Fanton (alle Italien) 52:51,4, 31. Peter Gaffal (Salomon Leki Racing Team) 1:01:18. cw