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Energie aus Kohle? Viele Menschen finden das blöd

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Umweltdemonstration
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Viele Tausend Menschen demonstrieren. Sie wollen mehr Schutz der Umwelt. Foto: Christophe Gateau/dpa Foto: dpa

Mit bunten Fahnen, Plakaten und Ballons kamen sie zusammen. Tausende Menschen versammelten sich am Wochenende, um für Umweltschutz zu protestieren. Auch »Klima schützen« stand auf ihren Plakaten. Treffpunkt der vielen Tausend Menschen war ein Acker im Westen von Deutschland.


Warum trafen sich die Menschen auf dem Acker?

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Er liegt ganz in der Nähe eines alten Waldes, dem Hambacher Forst. Die Demonstranten wollen, dass der Wald nicht abgeholzt wird. Sie riefen bei der Protest-Aktion: »Hambi bleibt, Hambi bleibt!« Ein Gericht hatte am Freitag entschieden, dass der Wald erst mal nicht gerodet werden darf.

Wieso ist der Hambacher Forst in Gefahr?

Tief unter den Bäumen liegt Braunkohle. Das Energie-Unternehmen RWE möchte den Wald roden und die Kohle mit riesigen Baggern wegschaufeln. Die Kohle wird dann in große Kraftwerke gebracht und verbrannt. So entsteht Strom.

Weshalb sind die Demonstranten gegen diesen Strom?

In den Kohle-Kraftwerken entstehen Gase, die das Klima erwärmen. Außerdem werden große Flächen der Landschaft zerstört, um an die Braunkohle heranzukommen. Ein großer Teil des Hambacher Forsts ist dafür schon verschwunden.

Wo soll der Strom stattdessen herkommen?

Viele der Demonstranten mögen erneuerbare Energien. Damit meinen sie zum Beispiel Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Holz. Solche Energie-Quellen werden nie aufgebraucht sein. Selbst Bäume kann man immer wieder neu pflanzen. Das ist bei Kohle anders: Dieser Rohstoff ist irgendwann aufgebraucht.

Warum verbrennen wir dann überhaupt noch Kohle?

Die Firma RWE sagt: Deutschland kann noch nicht darauf verzichten, weil es sonst nicht genug Strom gäbe. Die deutsche Regierung versucht mitzuhelfen, dass mehr Strom aus erneuerbaren Energien entsteht.