weather-image
18°

Elsner gegen Hoiss – es war fast das Finale

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Lieferten sich einen großen Kampf auf hohem Niveau: Der Memminger Daniel Elsner (links) und der topgesetzte Stephan Hoiss aus Aßling. Hoiss siegte nach eineinhalb Stunden mit 6:0, 7:6. (Foto: Kas)

Pech für die Organisatoren beim 43. internationalen Tennis-See-Pokal in Waging: Bereits in der zweiten Runde kam es zu einem vorweggenommenen Endspiel.


Der topgesetzte Stephan Hoiss (29) aus Aßling (Landkreis Ebersberg) traf auf den bekanntesten Spieler, Daniel Elsner (38) aus Memmingen. Knapp 100 Zuschauer verfolgten die Partie in der Mittagshitze. Am Ende stand ein 6:0, 7:6 für Hoiss, der erst kürzlich Bayerischer Herren-Meister in Ismaning geworden war.

Elsner wurde kalt erwischt, brauchte eine gute halbe Stunde, um ins Spiel zu kommen. Dann war es ein Duell auf Augenhöhe mit phantastischen Ballwechseln. Im Tiebreak des zweiten Satzes hatte Hoiss auch etwas Glück mit einem Netzroller und siegte mit 7:4. Elsner war mit Ehefrau und der dreimonatigen Tochter mit dem Wohnwagen an den Waginger See gekommen. Der 38-Jährige, der in allen Grand-Slam-Finals der Junioren stand, nahm die Niederlage gelassen und plauderte hinterher noch lange mit seinem alten Wegbegleiter Richard Maier (TC Piding), der selbst mal im Endspiel des See-Pokals stand.

Hoiss musste am Nachmittag dann nochmal ran, traf im Viertelfinale auf den an sieben gesetzten Marcel Strickroth (TC Bamberg). Der Topgesetzte schaffte mit dem TV Reutlingen heuer den Aufstieg in die I. Bundesliga, wobei der favorisierte TC Großhesselohe im entscheidenden Spiel mit 5:4 besiegt wurde.

Daniel Elsner genießt die Tage am Waginger See, will noch bis Montag bleiben und zu dem ein oder anderen Spiel auf der Anlage der TC Waging vorbeischauen. Elsner ist heute Tennistrainer in Memmingen und spielt dort in der Bezirksliga.

Die große heimische Hoffnung, Philipp Schroll (TC Piding), meisterte die ersten beiden Runden ohne Satzverlust. Gestern gab es ein 6:4, 6:0 im Achtelfinale gegen den Münchner Stefan Lobmeyer. »Es war eine Steigerung im Vergleich zum ersten Match«, sagte Schroll, der vor zwei Jahren beim See-Pokal im Halbfinale gestanden hatte.

Eines der längsten Spiele in der 43-jährigen See-Pokal-Geschichte gab es am Donnerstag. In der ersten Runde standen sich Nikola Boskov (Gersthofen) und Yannis-Alexander Mader (Frohnau) vier Stunden lang gegenüber. Boskov siegte mit 6:4, 3:6, 7:6.

Die Viertelfinale am Freitag:

Hoiss (Reutlingen) - Strickroth (Bamberg), Wild (Pforzheim) - Schießl (Straubing), Werz (Landshut) - Bertsch (Mannheim), Heger (Wiesloch) - Schroll (Piding). Die Halbfinals gibt’s heute ab 11 Uhr, das Endspiel am Sonntag um 13 Uhr.

kk