weather-image

Eisenbahnbetreiber Transdev reagiert auf Ausfälle bei BOB

3.0
3.0
Der Meridian der Bayrischen Oberlandbahn
Bildtext einblenden
Der Meridian, ein Zugangebot der zu Transdev gehörigen Bayerischen Oberlandbahn (BOB), fährt durch das Inntal. Foto: Matthias Balk/Archiv Foto: dpa

Viele Zugausfälle und eine Pünktlichkeitsquote von unter 70 Prozent: Zahlreiche Fahrgäste mussten sich in der Vergangenheit immer wieder über den BOB-Betreiber Transdev ärgern. Nun soll ein umfangreiches Maßnahmepaket die Lage verbessern.


München (dpa/lby) - Als Reaktion auf massive Zugausfälle und Verspätungen hat der private Eisenbahnbetreiber Transdev umfassende Maßnahmen angekündigt. Der Betreiber der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) kündigte im Krisengespräch mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) am Freitag in München unter anderem mehr Personal, Notfallkonzepte für den Winter sowie eine bessere Infrastruktur an.

Anzeige

»Das vorgestellte Maßnahmenpaket geht insgesamt in die richtige Richtung«, teilte BEG-Geschäftsführer Thomas Prechtl mit. Die Vorschläge könnten sich kurzfristig positiv auf den Betrieb auswirken.

Nach Angaben der BEG erreichte die BOB im Januar vorläufigen Daten zufolge lediglich eine Pünktlichkeit von unter 70 Prozent. Mehr Personal und ein Schulungskonzept für die Mitarbeiter in der Betriebsleitzentrale sollen dem entgegenwirken. Zusätzlich soll ein externer Gutachter eine Analyse zur Verbesserung der Fahrgastinformationen durchführen.

Beim Meridian führen mangelnde Kapazitäten immer wieder zu allzu kurzen Zügen. Die beschlossenen Maßnahmen sehen vor, möglichst schnell Ersatzfahrzeuge zu beschaffen. Bei der im Dezember neu in Betrieb genommenen Ostallgäu-Lechfeld-Bahn kritisierte der BEG spürbare Qualitätsprobleme. Vor diesem Hintergrund wurden unter anderem Maßnahmen vereinbart, welche die Fahrzeugstörungen und die Komfortmängel beheben sollen. Die BEG will all diese Maßnahmen fachlich und finanziell unterstützen. Außerdem sollen wöchentliche Gespräche stattfinden.

Mitteilung BEG