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Einstimmung auf das schönste Fest des Jahres

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Das traditionelle Traunwalchner Adventskonzert in der Pfarrkirche war wieder ein glanzvolles Musikereignis. Auf hohem Niveau führten die Mitwirkenden unter der Leitung von Manfred Hausotter im bewährten Dreiklang durch die Weihnachtsgeschichte. (Foto: Rasch)

Mit dem Traunwalchner Adventskonzert wurde nicht nur auf das schönste Fest des Jahres eingestimmt. Das glanzvolle Musikereignis im bewährten Dreiklang zwischen Klassik und alpenländischem Volksgut hat die Besucher in der Traunwalchner Pfarrkirche berührt und wird mindestens noch bis Weihnachten anhalten. » Ich habe ein gelungenes Weihnachtskonzert erleben dürfen mit einem absolut abwechslungsreichen wie gehobenen Programm. Davon werde ich noch lange zehren können«, schwärmte eine Besucherin.


Seit vielen Jahren garantieren die Mitwirkenden als fester Bestandteil unter der Leitung von Manfred Hausotter auf einem hohen Niveau durch die Weihnachtsgeschichte zu führen. Das war auch heuer wieder so. Die interpretatorische Gesamtleistung mit Werken großer Komponisten unterschiedlicher Musikepochen verdient großes Lob. Chor, Instrumentalisten und Solisten zeigten sich stimm und spielsicher und wurden am Schluss mit langanhaltenden Ovationen belohnt.

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Mitgewirkt haben der Kirchenchor Traunwalchen und ein 25-köpfiges, sehr gut besetztes Orchester, das Ensemble Flötentöne, der Pertensteiner Dreigesang und Holzbläser. Solisten waren Tissi Fernandez und Irmi Irgmaier (Sopran), Bernhard Kesy (Tenor), Günther Datz (Bass) und Dr. Christian Namberger (Orgel). Verbindende Worte zwischen den musikalischen Beiträgen sprach Pfarrer Richard Datzmann.

Stets auf der Suche nach neuen Werken führten die Musiker heuer Choräle aus der Kantate »Wachet auf« von Johann Sebastian Bach auf. Die anspruchsvolle und bekannteste Kantate des wohl größten Komponisten der Musikgeschichte war gleichzeitig auch der Auftakt. Chor und Orchester stimmten mit der Kantate nach einer festlichen Bläser- Adventsintrade auf die Herbergssuche ein. Es folgten »böhmische Hirtengesänge« der Blockflöten und ein Ave Maria des spanischen Komponisten da Vittoria, gesungen vom Chor. Den Abschluss des ersten Teils krönte das Duett Tissi Fernandez und Irmi Irgmaier mit ihren strahlenden Sopranstimmen mit dem Mariengebet Sub tuum praesidium von Wolfgang Amadeus Mozart.

Mit dem Verkündigungslied »Tochter Sion, deine Porten« gelang dem Chor und den Bläsern ein fließender Übergang in den volksmusikalischen Teil. Diesen bestritten neben den Blockflöten auch der Pertensteiner Dreigesang – Tissi Fernandez, Katharina und Magdalena Lauber –, begleitet von Elisabeth Bäuml auf der Harfe, mit ihren glockenklaren und makellosen Stimmen. Dazwischen streuten die Holzbläser in Begleitung der Harfe einen Ländler und das bekannte Weihnachtslied »Still, still« ein. Eine sehr harmonische Note verlieh dem Volksmusikteil ein Advents-Jodler, dem das gefällige und ebenso anspruchsvolle »Freu dich, du Himmelskönigin« folgte.

Im abschließenden Klassik-Teil wurde mit dem Lied »Du bist´s dem Ruhm und Ehre gebühret« von Joseph Haydn die Geburt Christi eingeleitet, abgerundet von einem hervorragend besetzten Orchester mit der Kirchensonate Nr. 12 von Wolfgang Amadeus Mozart. Zwischen weihnachtlichen Weisen der Blockflöten und dem Eingangschor aus dem »Messias« zog der Organist Dr. Christian Namberger auf der Empore mit der Fanfare über »Hört! Die Engelsboten singen« sämtliche Register der Traunwalchner Kirchenorgel. Die Melodie der klanggewaltigen, dreiteilig angelegten Lobpreisung von Gordon Young, stammt von Felix Mendelssohn-Bartholdi. Die mächtige Botschaft durch die Orgel fand im »Ehre sei Gott« aus »Messias« von Georg Friedrich Händel mit der Solistin Tissi Fernandez einen weiteren Höhepunkt. Zum feierlichen Abschluss erklang das Gloria aus der Cäzilienmesse von Charles Gounod mit den Solisten Irmi Irgmaier, Bernhard Kesy (Tenor) und Günther Datz (Bass). Gabi Rasch

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