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Schönau am Königssee stimmt Kooperationsvertrag mit der BGLT zu

Einheitliche Homepage für Talkessel-Gemeinden

Schönau am Königssee – Einen einheitlichen Auftritt der Talkessel-Gemeinden nach außen hin möchte man bei der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH erreichen. Dazu hat die Gemeinde Schönau am Königssee nun den entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Königssee.com wird es bald nicht mehr geben. Auch die anderen Gemeindeseiten werden verschwinden. Dafür wird eine zentrale Homepage entstehen. (Screenshot: Pfeiffer)

Die Touristinfos im Berchtesgadener Land »sollen besser zusammenarbeiten«, so stellte Bürgermeister Hannes Rasp seinem Gemeinderat kürzlich jenen Kooperationsvertrag vor, der mit der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH geschlossen wird und ein Teil jenes Markenprozesses ist, an dem seit geraumer Zeit gearbeitet wird. So soll laut Rasp künftig ein »gemeinsames touristisches Logo« für Berchtesgaden stehen – und die Gemeinden Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Ramsau und Marktschellenberg einschließen. Eine Vielzahl von Richtlinien soll festlegen, wie die Talkessel-Gemeinden künftig »mit einem gemeinsamen Gesicht« auftreten können. Detaillierte Infos gab es für den Gemeinderat aber nicht, denn laut Rasp zieht sich der Prozess in die Länge. Viele Dinge seien noch nicht abschließend geklärt.

Künftig werden aber alle Gemeinden mit einem gemeinsamen Layout versehen. Das Ziel: die Region einheitlich bewerben zu können. Aus insgesamt sieben Webseiten, die aktuell von den Gemeinden betrieben werden, soll eine gemeinsame werden. »Königssee.com geben wir in Zukunft auf«, sagt Bürgermeister Hannes Rasp. Auch schoenau-koenigssee.com wird es bald nicht mehr geben. Das gefällt so manchen Vermietern zwar nicht, allerdings ist diese Entscheidung Teil des von langer Hand geplanten und kostspieligen Markenprozesses. Auch die Touristinformationen werden vereinheitlicht, sollen sich mittelfristig auf die Beratung der Kunden konzentrieren.

Laut BGLT-Chefin Maria Stangassinger geht es dabei um eine Verbesserung der Qualität im Allgemeinen. Fortbildungen von Mitarbeitern würden künftig von der BGLT aus gesteuert und im Haus durchgeführt. Auch sogenannte »Mystery Checks« sollen »zentralisiert« werden. Dabei wird – nach einem festgelegten Kriterienkatalog – unter anderem die Servicequalität der Vermieter gecheckt. Bislang waren diese Mystery Checks oft ausgelagert und von Agenturen durchgeführt worden. Wie dies in Zukunft laufen werde, stehe noch nicht fest, so Stangassinger.

Demnächst wird es auch neue Prospekte geben, die dann mit dem neuen, gemeinsamen Logo versehen sein werden. »Ich hoffe, dass die ganze Sache bald abgeschlossen sein wird«, so Hannes Rasp. Schlecht informiert fühlten sich einzelne Mitglieder des Gemeinderats. Die ganze Markensache sei ein »entscheidendes Thema«, über das zu wenig gesprochen werde, so etwa Gemeinderat Thomas Janzen (Freie Wähler). Kilian Pfeiffer