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Eine spannende Abstimmung

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Martin Schulz
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Das ist der Chef der Partei SPD: Martin Schulz. Foto: Kay Nietfeld/dpa Foto: dpa

Mal klatschten die einen, mal die anderen. In der Stadt Bonn trafen sich am Sonntag ungefähr 600 Mitglieder der Partei SPD. Viele Menschen aus ganz Deutschland verfolgten das Ganze gespannt im Fernsehen und im Internet.


Auf dem Treffen herrschte viel Aufregung. Ein Politiker nach dem anderen stellte sich ans Pult und sagte seine Meinung. Den Rednern und Rednerinnen ging es vor allem um eine Frage: Soll die SPD zusammen mit den Parteien CDU und CSU Deutschland regieren? Am Ende stimmte die Mehrheit dafür, über so eine Regierung zu verhandeln.

Diese Begriffe spielten dabei eine große Rolle:

GROKO: Diese Abkürzung steht für »große Koalition«. Damit ist ein Bündnis aus den Parteien CDU, CSU und SPD gemeint. Die CDU und die CSU bilden zusammen die Union. Bei der Bundestagswahl im September hatten Union und SPD die meisten Stimmen bekommen. Zusammen könnten sie die neue Regierung bilden - wie schon in den vergangenen Jahren. Doch nicht alle in der SPD sind von dieser Idee begeistert.

PARTEISPITZE: Damit sind die führenden Politiker einer Partei gemeint. Die meisten von ihnen setzten sich am Sonntag dafür ein, mit der Union über ein Bündnis zu verhandeln. Der Partei-Chef Martin Schulz sagte, es wäre fahrlässig, diese Chance nicht zu ergreifen. Direkt nach der Wahl im September hatte er noch ausgeschlossen, bei einer großen Koalition mitzumachen.

JUSOS: Zu dieser Gruppe gehören die jüngeren Leute innerhalb der Partei. Die Abkürzung steht für: Jung-Sozialisten. Auch andere Parteien haben solche Gruppen. Zuletzt war viel von den Jusos die Rede. Denn wenn es um die neue Regierung geht, sind sie anderer Meinung als die Partei-Spitze. Sie befürchten, es werde der SPD schaden, sich erneut auf eine große Koalition einzulassen.