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Eine neue Schulaula auch für die Vereine

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Waging am See – »Wohin mit den Waginger Vereinen?« So lautete die Frage, die die Freien Wähler in einer Veranstaltung stellten. Sie regten an, dass die Gemeinde und die Kirche den Pfarrsaal neu bauen. Pfarrer Andreas Ager fand diese Idee aber nicht gut. Deshalb baut die Kirche den Pfarrsaal allein neu – und die Freien Wähler plädieren dafür, dass dann die ebenfalls neu zu bauende Schulaula so groß errichtet wird, dass sie den Vereinen auch Platz bietet.


Die Freien Wähler besichtigten den Pfarrhof. Hintergrund war die Suche nach einem potenziellen Ort für Veranstaltungen von Vereinen in Waging. Nachdem nun eine weitere Gaststätte vorerst ihre Tore schließt, wird es schwierig, in der Marktgemeinde noch einen passenden Raum zu finden. Es gebe zwar durchaus Lokalitäten wie das Lokal des Waginger Segelclubs, in dem man circa 90 Personen bewirten kann, wie Elmar Schwarz informierte, jedoch fehle in zunehmenden Maß Raum für größere Gruppen.

Eine mögliche Lösung ist der bereits im Gemeinderat diskutierte Neubau der Schulaula in einem Ausmaß, dass dort Veranstaltungen mit bis zu 350 Gästen abgehalten werden können. Dieses Projekt kostet aber sehr viel Geld. Deshalb haben die Freien Wähler nach anderen Möglichkeiten Ausschau gehalten und sind dabei auf den Pfarrsaal aufmerksam geworden. Er soll saniert oder neu erbaut werden. Es mache keinen Sinn, zwei große, neue Säle in Waging zu bauen – mit der Folge, dass dann keiner ausgelastet sei, so Martin Dandl, Vorsitzender der Freien Wähler. Vielleicht mache es mehr Sinn, dass Gemeinde und Kirche zusammen einen großen Saal errichten, welcher dann geteilt wird.

Gemeinsam mit Pfarrer Andreas Ager und dem Kirchenpfleger Hans Unterreiner sowie an die 20 Interessierten diskutierten die Freien Wähler über diese Arbeitshypothese. Ager klärte zunächst auf, dass der Pfarrsaal von kirchlichen und externen Gruppen sehr hoch frequentiert sei und kaum leer stehe. Ganz im Gegenteil müsse man darauf achten, ihn nicht zu überbuchen, sodass auch den eigenen Veranstaltungen Raum gegeben werden kann. Er sehe durchaus Bedarf an einem weiteren Veranstaltungsort in Waging. Aufgrund von negativen Erfahrungen mit öffentlichen Förderprogrammen und auch dem hohen Verwaltungsaufwand bei dem bereits bestehenden Pfarrsaal denkt Pfarrer Ager, dass eine Kooperation von Gemeinde und Kirche in diesem Fall nicht erstrebenswert sei, auch wenn er diese allgemein sehr begrüße.

Die Information über die bereits sehr hohe Auslastung des Pfarrsaals führte in der Diskussion schnell zum Konsens, dass ein eigener Bau zu favorisieren ist. Man war sich einig darüber, dass es kein Luxusbau werden müsse. Man könne nicht jeden Wunsch bedingungslos erfüllen, jedoch werde man auch einplanen müssen, dass in absehbarer Zeit ein Rechtsanspruch auf Mittagsbetreuung und Gesamtschule zu erwarten ist.

Abschließend herrschte Einigkeit darüber, dass die neue Schulaula in der neuen Legislaturperiode des Gemeinderats forciert werden und dabei weit in die Zukunft gedacht werden müsse. fb