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Eine musikalische Reise einmal um die Welt

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Veronika Hasenöhrl hatte auch eine Irische Harfe zum Konzert mitgebracht. (Foto: Dumberger)

Obwohl das jährliche Harfenkonzert von Veronika Hasenöhrl heuer bereits in Burg bei Tengling uraufgeführt worden war, herrschte beim Konzert in Weildorf ein riesiger Ansturm. Mancher musste gar mit einem Stehplatz vorliebnehmen.


Das Programm war abwechslungsreich und streifte verschiedene Musikrichtungen mit Stücken aus aller Welt. Zur Unterstützung hatte Veronika Hasenöhrl mehrere Musiker mit unterschiedlichen Instrumenten gewonnen. Der A-Capella-Chor aus Weildorf komplettierte das Ensemble. Die Moderation übernahm die junge Weildorferin persönlich.

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Die musikalische Weltreise begann in Bayern. Jeweils das erste der beiden Stücke eines Landes wurde von der Harfenistin vorgetragen. Beim Zweiten war immer ein weiterer Musiker oder der Chor dabei. Zur Einstimmung ließ Veronika Hasenöhrl mit »Erinnerung an Niederachen« von Heini Albrecht feine Harfentöne erklingen. Schwungvoll ging es weiter mit der Stubnmusi Hasenöhrl.

Bei »Da Zapplade« von Hans Schröpfer spielte Mutter Monika Gitarre und Bruder Hansi Ziach. Mit der Ankunft in Deutschland folgten zwei klassische Stücke. Nach dem Harfensolo »Sonate, 1. Satz Rondo« von Antonio Rössler-Rosetti folgte »Arioso« von Johann Sebastian Bach. Hildegard Nitzinger überzeugte am Tenorhorn und die kraftvollen Töne des Blasinstrumentes harmonierten sehr gut mit den sanften Saitenklängen. Weiter ging die Reise nach Frankreich. Im »Chanson de Mai« von Alphonse Hasselmans vermittelte die Organisatorin mit der Harfe die zarten Gefühle des Frühlingserwachens. »Thais Meditation« von Jules Massenet, ein ruhiges Stück, interpretierte sie gemeinsam mit Anja Warislohner auf der Violine.

Nächste Station war Irland. Dazu hatte Veronika Hasenöhrl eine Irische Harfe mitgebracht, die kleiner ist, und bei der die Tonart im Gegensatz zu einer Konzertharfe mit Haken eingestellt wird. Damit spielte sie die verträumte Melodie »Carolan's Dream« von Turlough O'Carolan.

Mit »May it be« von Enya und Roma Ryan, Musik aus dem »Herr der Ringe«, bekam das Publikum zum ersten Mal an diesem Abend den Gesang des A-Capella-Chores unter der Leitung von Heinrich Hinterreiter zu hören. Annemarie Kern und Verena Dusch begeisterten die Zuhörer mit ihren ausdrucksstarken Solostimmen gleich zu Beginn des Stücks. Mit einem Ausflug nach Südamerika ging es rhythmisch weiter. Den schwungvollen »Tango de Pasalo« von Monika Stadler spielte die Künstlerin sehr dynamisch. Im »Samba« von Bernhard Andrés gab Martin Gaugler mit Bongos den temperamentvollen Takt an.

Mit Nordamerika erreichte das Konzert seinen Höhepunkt. Im ersten Stück »I feel good« von Monika Stadler bewies die Harfenistin einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit. Bei diesem eindrucksvollen Abstecher in die Jazzmusik wurde sie von Manfred Perchermeier am Kontrabass begleitet. Der »Fluch der Karibik« von Klaus Badelt bildete durch das Mitwirken aller Musiker das Kernstück des Abends. Zwei weitere Violinen spielten dabei Veronika Hötzendorfer und Jannika Linke. Arrangiert hatte das Stück Veronika Hasenöhrl selbst.

Die musikalische Reise endete wieder in der Heimat. Den Schluss des Programms bildete die von den Musikern gemeinsam interpretierte Ballade »Übern See« von Lorenz Maierhofer. Nun durfte das Publikum endlich durch tosenden Applaus seine Begeisterung zeigen. Mit stehenden Ovationen wurden die Musiker von den Zuhörern belohnt. Als Zugabe spielte die Stubnmusi Hasenöhrl den harmonischen Walzer »Beautiful Seeress« von Herbert Pixner. Der Abend fand einen würdevollen Ausklang mit der Filmmusik »Farbenspiel des Winds« aus Pocahontas. Sylvia Dumberger

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