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Eine motorsportliche Zeitreise bergauf

Die Aufwärmrunde zum »Internationalen Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden« findet bereits ein Jahr zuvor am 28. September statt. Von 10.00 bis 14.00 Uhr wird die Roßfeld-Panoramastraße für den Individualverkehr gesperrt und Journalisten aus ganz Europa werden mit prominenten Fahrern die Strecke abfahren. Ferner wird die neu geschaffene Gedenktafel am Unfallort von Ludovico Scarfiotti enthüllt.

Rudolf Carraciola war im Jahr 1928 beim Obersalzbergrennen am Start, musste sich aber mit seinem Mercedes SSK seinem großen Konkurrenten Hans Stuck geschlagen geben. Am 28. September wird Jochen Mass mit dem Carraciola-Mercedes selbst in Berchtesgaden dabei sein. Fotos: Heimatmuseum Berchtesgaden

Nach der zehnten Edelweiß Classic im Juni 2013 organisiert Joachim Althammer aus Ainring den »Internationalen Edelweiß Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden«. Vor der grandiosen Kulisse der Berchtesgadener Alpen wird es eine unvergessli- che nostalgische Zeitreise in die 60er-Jahre mit ihren legendären Europameisterschafts-Bergläufen geben.

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»Mit diesem ›Goodwood am Berg‹ schlagen wir zugleich eine Brücke zu den Roßfeldrennen der Jahre 1958 bis 1973. Alles soll so aussehen wie vor 50 Jahren und noch früher«, blickt Althammer schon in die motorsportliche Zukunft. Sport-, Touren-, Renn- und Formelwagen aus diesen Zeiten sollen ebenso dabei sein wie authentische Sevicefahrzeuge, Renntransporter, Polizei-, Feuerwehr- und Krankenfahrzeuge. Die großen deutschen Automobilfirmen haben mit Originalexponaten und Replicas wie dem Führungsfahrzeug, das die ehemaligen Roßfeldrennen eröffnet, aber auch unterbrochen hat, ihr Kommen zugesagt.

Die Zuschauer sollen in der Mode vergangener Zeiten oder aber in heimischer Tracht kommen. Historische Omnibusse werden das Publikum an die gewünschten Orte transportieren, ein Individualverkehr ist für das Roßfeldrennen 2013 nicht geplant. Wenn doch, dann nur mit den passenden Oldtimern.

»Zeitzeugen wie Rennfahrer, Sprecher und Funktionäre werden neben einer zeitgemäßen Dekoration für eine Atmosphäre sorgen, die ihresgleichen sucht«, verspricht Organisator Joachim Althammer, der exakt ein Jahr vorher am 28. September am »Ahornkaser« eine große öffentliche Pressekonferenz durchführen wird.

»Das wird etwas ganz Großes und Einmaliges, da kommen die Menschen aus ganz Europa«, blickt Althammer schon einmal in die automobile Zukunft. Viele Fahrer aus der damaligen Zeit haben sich mit ihren Autos längst vergangener Zeiten schon gemeldet.

Den Zuschauern werden an zwei Septembertagen im nächsten Jahr drei Gleichmäßigkeitsrennen und ein Demonstrationslauf von Motorrädern mit Baujahr 1930 und älter geboten. Ferner unterhalten wagemutige Steilwandfahrer die Besucher mit ihren Indians.

Althammer ist es sogar gelungen, Filmmaterial von den Salzbergrennen aus dem Jahr 1928 zu bekommen, das im nächsten Jahr eine Woche vor und eine Woche nach dem großen Roßfeld-Revival in einem Autokino am Königssee vorgeführt werden soll. Drei sensationelle Filmrollen mit tollkühnen Motorrad- und Autorennszenen lagerten über 80 Jahre in einem Museum unbeachtet im Keller.

»Das Schönste und Sinnvollste am ›Internationalen Bergpreis Roßfeld Berchtesgaden‹ ist der Benefizgedanke. Der komplette Reinerlös kommt nämlich geistig behinderten Menschen im Berchtesgadener Land zugute und hilft deren Leben zu erleichtern und zu verschönern«, erklärte Veranstalter Joachim Althammer. Der »Spendensammler« ist jedoch auch selbst auf Spenden angewiesen, um die Zeit bis zum September 2013 finanziell einigermaßen unbeschadet überstehen zu können. Vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt, kann die Stiftung auch Spendenquittungen ausstellen. cw