weather-image
11°

Eine Heimatzeitung stellt sich vor

1840 wurde die Heimatzeitung von dem Buchdrucker Max Zugschwerdt gegründet. Das Reichenhall der Gründungszeit dieser Heimatzeitung ist mit dem heutigen kaum mehr zu vergleichen. Es trug noch nicht den Namen "Bad", hatte nur knapp über 3.000 Einwohner. Zahlenmäßig an der Spitze all der vielen Handwerker und Gewerbebetreibenden, derer das Stadtleben bedurfte, standen sieben Wirte, sechs Brauereien, acht Bäcker, sieben Metzger, sieben Schuhmacher und fünf Schneider.

Anzeige


Dies sind nur einige Eckdaten der Stadtgemeinde im Jahre 1840, als Max Zugschwerdt die Lizenz für die Herausgabe einer Zeitung erhielt und die erste Probenummer "Wochenblatt für das Königliche Landgericht Reichenhall" mit einer Auflage von 50 Exemplaren erschien. 1845 nennt sich die neue Zeitung "Bayerischer Gebirgsbote" - im Jahre 1850 erfolgt die zweite Umbenennung der Zeitung; sie führte nun den Namen "Der Grenzbote". Schon damals wurden nicht nur Zeitungen produziert auch eine Reihe schöner Bücher kamen aus der Werkstatt und ihrer "Gutenberg-Handpresse", die 1872 durch eine Schnellpresse ersetzt wurde.


Im Jahre 1896 übernahm der damalige Geselle Johann Wiedemann den Verlag und die Druckerei. 1919 konnte das ehemalige Hotel Ludwigsbad im Herzen der Stadt erworben werden, noch heute Sitz des Unternehmens. Nach längerem Umbau zog man am 1. Januar 1921 dort ein. Seit dem 1. Dezember 1926 heißt die herausgegebene Zeitung - wie auch heute noch - "Reichenhaller Tagblatt".


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Verlegerfamilie von den Lizenzstrategien der amerikanischen Besatzungsmacht hart getroffen. Im September 1945 wurde der Verlag von der Militärregierung beschlagnahmt und unter Treuhandverwaltung gestellt. Das Verbreitungsgebiet des "Reichenhaller Tagblatts" und das von einem halben Dutzend weiterer Heimatzeitungen in den damaligen Landkreisen Berchtesgaden, Traunstein, Laufen und Altötting wurde dem "Südost-Kurier" zugewiesen, der am 10. Mai 1946 erstmals erschien, produziert in den Räumen der Wiedemann'schen Buchdruckerei.


Ab 1955 erschien das "Reichenhaller Tagblatt" wieder, verlegt, produziert und herausgegeben von der Familie Wiedemann, in deren Besitz das Blatt bis heute geblieben ist. 1963 wurde dem "Reichenhaller Tagblatt" der "Freilassinger Anzeiger" angegliedert. Diese Kombination erreicht damit eine verkaufte Auflage von rund 11.000 Exemplaren Wochentags, am Samstag ca. 13.000 Exemplare.


Im Jahre 1985 erschien erstmals das Anzeigenblatt "BGL-Anzeigenpost" nun "BGL & Panorama-Anzeigenpost" mit einer Auflage von derzeit 55.000 Exemplaren. Jeder Haushalt im Berchtesgadener Land und darüber hinaus wird mit der kostenlosen und beliebten Wochenzeitung beliefert.


Außerdem gibt es aus dem Verlag noch das "Freizeitmagazin" - der Begleiter für Freizeit und Kultur für Gäste und Einheimische. Das durchwegs farbig gedruckte Magazin erscheint monatlich mit einer Auflage von ca. 7.000 Exemplaren in Bad Reichenhall.