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Eine ganze Stadt unter Wasser

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Venedig unter Wasser
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In der Stadt Venedig wurden Stege gebaut, damit die Leute von einem Ort zum anderen kamen. Foto: Luca Bruno/AP/dpa Foto: dpa

Sie gilt als eine der schönsten Städte der Welt: Venedig. Doch im Moment wollen viele Touristen nur noch raus aus der italienischen Stadt. Denn die hübschen Häuser und Kirchen dort stehen unter Wasser!


Gummistiefel und Plastiktüten für die Beine sind in der Stadt Venedig gerade sehr gefragt. Denn die Straßen und Plätze der italienischen Stadt wurden überflutet. Wer am Mittwoch von einem Ort zum anderen wollte, musste durchs Wasser waten. Ein Kirchenmann sagte: »So etwas habe ich noch nie gesehen.« Auf einem der bekanntesten Plätze der Stadt seien die Wellen so hoch wie an der Meeresküste gewesen.

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Wie aber konnte es zu dem Hochwasser in der Stadt kommen? Die Überschwemmung hängt damit zusammen, dass Venedig eine Insel ist. Die Stadt liegt im Mittelmeer, direkt vor der Küste Italiens. Fast alle Gebäude dort wurden auf Pfählen erbaut, sie liegen also auch normalerweise nicht gerade hoch über dem Meer. Auch ziehen sich durch Venedig zahlreiche Kanäle, die mit dem Meer verbunden sind.

Nun kam starker Wind auf. Er drückte das Meereswasser Richtung Küste. Dort liegt Venedig in einem flachen Teil des Meeres, einer Lagune. In der Lagune stieg das Wasser immer weiter an. Fast zwei Meter höher als normal war das Meer in Venedig schließlich! Das ist mehr, als ein normaler Erwachsener groß ist.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Der Boden in Venedig sackt ab. Das heißt, viele Gebäude versinken ganz langsam im Meer. Schuld daran sind zum Beispiel die Wellen von großen Schiffen, die durch Venedig fahren.

Um Venedig zu retten, werden gerade große Sperren gebaut. Diese sollen bei Hochwasser geschlossen werden, damit die Lagune geschützt wird. Denn leider passiert es immer wieder mal, dass Venedig überschwemmt wird. Aber so schlimm wie diesmal war es schon lange nicht mehr.

Deswegen helfen nun viele Leute mit, um den Menschen in der Stadt zu helfen. Sie bauten zum Beispiel Stege, damit die Touristen aus ihren Hotels kommen können. Polizisten fuhren mit Booten herum, um sich um die Menschen zu kümmern, die Hilfe brauchen.