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Einbruch im zweiten Drittel

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Der EVB-Eiskunstlaufnachwuchs trat beim Eishockeymatch in seiner Cheerleader-Formation auf. (Foto: privat)
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Die Eishockeymannschaft des EV Berchtesgaden freut sich über zahlreiche junge Anhänger, die bei den Spielen sogar in das EVB-Dress schlüpfen. (Foto: Wechslinger)

Das Lokalderby zwischen dem EV Berchtesgaden und dem DEC Inzell hielt nur im ersten Drittel, was ein Nachbarschaftsduell normalerweise verspricht. Dann setzten sich die Gäste aufgrund ihrer höheren Physis und der besseren Einzelspieler in einem hitzig geführten Spiel mit 8:1 durch. Schade war nur, dass sich die beiden Schiedsrichter dem nachlassenden Spielvermögen der EVB-Akteure nahtlos angepasst haben.


In der letzten Saison hatte der EVB daheim noch mit 4:3 gegen den DEC Inzell gewonnen. Davon war das EVB-Team dieses Mal ab dem zweiten Drittel weit entfernt. Allerdings stellte sich dem heimischen Team vor 300 Zuschauern auch ein weitaus stärkerer Gegner entgegen.

Der Gast ging nach vehementem Start bereits in der dritten Minute in Führung. Johan Semberg glich den Rückstand jedoch zunächst in der sechsten Minute nach einer feinen Aktion aus, die Christian Fegg und Toni Gadringer vorbereitet hatten. In der Folge hielten sich die Spielanteile weitgehend die Waage. Es deutete sich zu diesem Zeitpunkt noch ein enges Duell an, auch wenn Inzell bereits früh im Mittelabschnitt die 2:1-Führung geglückt ist.

Nachdem der Gast jedoch gegen das Drittelende zwei Treffer nachlegte, gewann Inzell an Überlegenheit, während bei den Akteuren des EVB die Gegenwehr etwas erlahmte. Dies setzte sich auch im Schlussabschnitt fort, in dem Berchtesgaden immer mehr ins Hintertreffen geraten ist. Nicht nachvollziehbar waren allerdings mehrere Strafen gegen Akteure des EVB, während einige undisziplinierte Spieler des DEC Inzell ungeschoren davongekommen sind. So beging der frühere EVB-Spieler Maximilian Zauner an Christoph Zern ein völlig unnötiges Foulspiel an der Bande, bei dem sich Zern so schwer verletzt hat, dass ihm der Mannschaftsarzt die ausgekugelte Schulter wieder einrenken musste. Beim EVB fehlten die wichtigen Abwehrspieler Stefan Giritzer und Markus Wildmann. Der junge EVB-Goalie Fabio Fürlinger verdiente sich trotz der acht Gegentore eine gute Note. Ein weiterer positiver Aspekt am sonst wenig erfreulichen Freitagabend war der Auftritt des Eiskunstlaufnachwuchses in Cheerleader-Formation in der Drittelpause.

Scorer: 0:1 (3.) Dominik Wallner/Hubert Hirschbichler/Matthias Meyer, 1:1 (6.) Johan Semberg/Christian Fegg/Toni Gadringer; 1:2 (24.) Thomas Scheck/Michael Eberlein/Sebastian Schwabl, 1:3 (36.) Michael Eberlein/Kresimir Schildhabel, 1:4 (39.) David Stöberl/Michael Eberlein/Thomas Scheck; 1:5 (49.) Kresimir/Sebastian Schwabl, 1:6 (53.) Christian Rieder/Andreas Graf, 1:7 (54.) Michael Eberlein/Kresimir Schildhabel/Thomas Scheck, 1:8 (59.) Thomas Scheck/Michael Eberlein/Kresimir Schildhabel.

Strafminuten: EV Berchtesgaden 28+10, DEC Inzell 26+10.

EV Berchtesgaden: Fabio Fürlinger (Florian Schäfer); Lukas Schnellinger, Rafael Streb, Simon Kohl, Christoph Zern, Stefan Fegg; Toni Gadringer, Matthias Osterholzer, Vesti Brandner, Matthias Zern, Fabian Stöckl, Justus Heim, Richard Kroll, Johan Semberg, Andreas Bräuer, Christian Fegg.

Christian Wechslinger