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Ein trockenes Zuhause für die Pfadfinder

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Das ehemalige Bergbadgebäude und jetzige Pfadfinderheim hat ein neues Dach erhalten.

Grassau – Unbestritten haben die Achentaler Pfadfinder ein wunderschönes, idyllisch gelegenes Zuhause, um das sie von vielen anderen Pfadfinderstämmen beneidet werden. Einziger Wermutstropfen war, dass dieses Zuhause, das ehemalige Bergbadgebäude, nicht dicht war. Doch diese Zeiten sind nun vorbei, das Dach wie auch die Terrasse und Nebenräume sind größtenteils erneuert.


Christian Keller, Heimwart und zuständig für alles rund um den »Foxbau«, wie das Pfadfinderheim genannt wird, informierte über die Sanierungsarbeiten. Zunächst verwies er auf das große Dach. Dieses musste dringend erneuert werden, da es an einigen Stellen im Haus nass wurde. Der Marktgemeinderat hatte vor einiger Zeit der Dachsanierung und der Übernahme der Kosten zugestimmt. Zudem unterstützte der Pfadfinder-Förderverein die Sanierungsarbeiten.

Dankbar zeigte sich Keller, dass im Zuge dieser Arbeiten auch die Überdachung der großen Terrasse erneuert wurde. »Wir Pfadis lieben diese Terrasse, die ideale Spiel-, Bastel-, und Versammlungsmöglichkeiten bietet«, sagt er. Besonders schön ist der Blick auf den kleinen Bergsee.

Die geschlossene Verbauung der Terrasse war ebenfalls nicht in bestem Zustand. Die Pfadfinder rissen die alte Terrassenfront ab und erneuerten diese mit einer durchgezogenen Fensterfront. Sie erhielten hierbei auch professionelle Unterstützung. Nun freuen sich die Pfadis über ihre repräsentative große Terrasse.

Durch die helle Holzverbauung hat das Gebäude insgesamt an Aussehen gewonnen. Die Anbauten sind ebenfalls verschwunden und stattdessen wurde ein massiver Schuppen gebaut, in dem nun das Material der Pfadfinder geschützt aufbewahrt werden kann.

Christian Keller führte voller Stolz durch die Räumlichkeiten, die rustikal, aber sehr gemütlich sind. Besonders glücklich sind die Pfadfinder über den Schlafraum. »Wir können befreundete Stämme einladen«, erklärt Christian Keller. Natürlich ist dieser Schlafraum nicht mit einer Jugendherberge oder Pension zu vergleichen, denn die Gäste schlafen spartanisch auf Matratzen. Ein Notausgang wurde hier nachgerüstet.

In den vier Jahren, seit die Pfadfinder das Bergbadstüberl übernommen haben, ist schon viel passiert. So konnte eine, den Ansprüchen gerecht werdende, Gastroküche, natürlich ebenfalls in Eigenregie, eingebaut werden. Im Winter sorgt ein Holzofen für wohlige Wärme.

»Wir sind noch lange nicht fertig, auch wenn bereits über 1000 ehrenamtliche Stunden seit dem Frühjahr in die Renovierung gesteckt wurden«, sagt Christian Keller. So werden in den nächsten Wochen die Zeltplätze begradigt und die Gärten angelegt. Ein paar Obststräucher stehen bereits. Da hoffen die Pfadis im kommenden Jahr auf große Ernte, denn sie wollen sich künftig auf ihren Lagerfahrten mit selbstgemachter Marmelade versorgen.

Der Kräutergarten ist bereits gut bestückt. Noch eine Besonderheit steht den Pfadis bereit, eine Sauna. Diese konnte vom Vorbesitzer des Gebäudes übernommen werden. Nun wollen die Pfadfinder diese zu einer finnischen Sauna umbauen.

Es gibt noch viel zu tun. Doch Christian Keller kann sich auf seine Mannschaft verlassen. Die Pfadfinder kümmern sich auch um ein ansprechendes Gesamtbild. Dazu gehört die Fassadengestaltung wie die Bepflanzung mit Sträuchern und Büschen. tb