weather-image
20°

Ein Spitzenkandidat für die Europawahl

0.0
0.0
Manfred Weber
Bildtext einblenden
Manfred Weber tritt bei der Europawahl an. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa Foto: dpa

Wahlplakate, mehr Auftritte von Politikern im Fernsehen und Info-Stände in den Fußgängerzonen. Für all das gibt es einen Grund: die Europawahl. Dabei tritt unter anderem der Politiker Manfred Weber aus Bayern an. Hier erfährst du, warum die Wahl auch dich betrifft.


Bald stehen in der Europäischen Union (auch EU genannt) wichtige Wahlen an. Ende Mai können die Bürger der Mitgliedsländer das Europäische Parlament wählen. Dort arbeiten Politiker von Parteien aus derzeit 28 Ländern. Der deutsche Politiker Manfred Weber ist schon seit vielen Jahren Mitglied im Europäischen Parlament. In diesem Jahr ist er für die Wahl sogar der Spitzenkandidat für ein Bündnis aus verschiedenen Parteien, der EVP. Wir haben ihn gefragt, warum die Zusammenarbeit zwischen den Ländern wichtig ist und ob er ein Lieblingsland in Europa hat.

28 Länder arbeiten in der Europäischen Union zusammen. Können Sie Beispiele nennen, wo genau diese Zusammenarbeit wichtig ist?

Manfred Weber: »Beim Einwegplastik zum Beispiel, also Teller aus Plastik, Trinkhalme oder andere Produkte, die man oft nach dem einmaligen Gebrauch wegwirft. Die verbietet die EU jetzt für die Mitgliedsländer. Denn wir glauben, dass das Einwegplastik für die Meere eine Katastrophe ist. Dass das ganz schlimm ist für die Meeresbewohner. Das gleiche gilt für den Klimawandel. Das ist eine ganz große Umweltherausforderung, wo wir gemeinsam tätig sein wollen. Wo wir sagen: Die Autos müssen in Zukunft sparsamer sein und weniger Abgase rauspusten.«

Wo betrifft die EU besonders Kinder?

Manfred Weber: »Ein Beispiel ist Spielzeug. Da haben wir europaweite Gesetze gemacht für alles, was man im Spielzeugladen kaufen kann. Da gelten europaweit Regelungen, dass Spielzeug nicht gefährlich für die Gesundheit ist, etwa die Inhaltsstoffe.«

Sie reisen ja sehr viel in Ihrem Beruf. Ist das anstrengend?

Manfred Weber: »Wenn man viel in Europa unterwegs ist, muss man viel im Flugzeug sein. Ich fliege gern. Sonst könnte man den Job auch nicht machen. Das ist manchmal schon beanspruchend, weil man so viel Zeit auf der Reise verliert, Zeit, in der man nicht richtig arbeiten kann. Aber das gehört einfach dazu, das kann man nicht ändern.«

Sprechen Sie viele Sprachen?

Manfred Weber: »Ich spreche Deutsch und Englisch. Im Regelfall wird bei meiner Arbeit oft Englisch gesprochen, weil das ja fast jeder in der Schule lernt. Und wenn es schwieriger ist, dann übersetzt jemand.«

Wo leben Sie? Und haben Sie ein Lieblingsland in Europa?

Manfred Weber: »Ich lebe in einer kleinen Gemeinde in Bayern, in der Nähe von München. Da fühle ich mich sehr wohl, weil ich alle kenne. Eine Lieblingsregion habe ich nicht. Ich bin fasziniert von der Vielfalt von Europa. Wenn man in Schottland unterwegs ist, ist es genauso faszinierend als wenn man in Italien unterwegs ist. Und das ist für mich, was das Europäersein ausmacht.«

Haben Sie sich als Kind schon für Politik interessiert?

Manfred Weber: »Als Kind nicht, nein. Aber als Jugendlicher. Mich hat fasziniert, dass da alles besprochen wird. Also nicht nur Sport oder Kultur oder Wirtschaft oder Umwelt, sondern dass alle Themen Politik sind. Bei Politik geht es um unser Leben, wie alles funktioniert in unserer Gesellschaft.«