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»Ein Ort, an dem man kein Geld braucht«

Berchtesgaden - Das gemeinnützige »Werk 34« veranstaltete am Samstagabend einen »Umsonst-Flohmarkt« für Bedürftige und sozial schwache Mitmenschen. Der Einladung waren gut 50 Männer, Frauen und Kinder gefolgt, die sich gespendete Flohmarktartikel mit nach Hause nehmen durften. Nach der Aktion hielten die Organisatoren Sabine Wimmer und Elisabeth Homberg zur Stärkung Kürbiscremesuppe und Eintopf bereit.

Jugendreferentin Sabine Wimmer (l.) und Seniorenbeauftragte Elisabeth Homberg sorgten für eine deftige Suppen-Stärkung beim Umsonst-Flohmarkt. Foto: Anzeiger/av

Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn des Umsonst-Flohmarktes waren die ersten Besucher da. Die Gegenstände, die vor Weihnachten beim Flohmarkt »Trödel gegen den Durst« zum Verkauf angeboten worden waren und achtlos liegen gelassen wurden, gingen bei den Bedürftigen weg wie warme Semmeln. Vor allem bei den Kindern herrschte unbeschreibliche Freude, als sie die Spielsachen mit nach Hause nehmen durften.

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»Bei uns im Talkessel Berchtesgaden gibt es 50 Haushalte und dementsprechend 100 Personen, die man als sozial schwach bezeichnen kann«, erklärte Eduard Landes. Der Vorsitzende der Berchtesgadener Tafel bot am Samstag gemeinsam mit anderen freiwilligen Helfern einen Fahrdienst an. Er ist froh, dass es mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern des »Werk 34« nun noch mehr wohltätige Menschen in Berchtesgaden gibt, die sich für die schwächeren Mitglieder der Gesellschaft einsetzen.

»Ich finde es gut, dass es jetzt einen gemütlichen Ort gibt, an dem man zur Abwechslung mal kein Geld braucht.« Das »Wohnzimmer«, das obere Stockwerk des Mehrgenerationenhauses, ist hell und freundlich eingerichtet, mit einer Küche und bequemen Sesseln. Vor allem die Kinder hatten ihre helle Freude an der vorhandenen Spielecke, die mit drei Schaukeln ausgestattet ist. So etwas gibt es für sie nicht jeden Tag. Ein kleines Mädchen freute sich über die Spielsachen: »Am liebsten wäre ich jeden Tag da. Hier ist es echt cool.«

Jugendreferentin Sabine Wimmer und Seniorenbeauftragte Elisabeth Homberg gaben nach dem Umsonst-Flohmarkt im ersten Stock die Suppe aus. Hilfe hatten sie dabei von Schnitzschüler Daniel Janzarik. Sie erhielten durchwegs positive Reaktionen von den Besuchern und freuten sich über die Dankbarkeit, die ihnen entgegengebracht wurde.

Auch in Zukunft soll die Zusammenarbeit zwischen der Berchtesgadener Tafel und dem Mehrgenerationenhaus »Werk 34« bestehen, um denen Hilfe zu bieten, die sie dringend nötig haben. av