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Ein Miteinander in Berchtesgaden

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Junge Menschen fördern steht für Berni Zauner ganz oben auf der Prioritätenliste. (Foto: Spranger)

Berchtesgaden – Sichtlich entspannt wirkt Berni Zauner nach der Niederlegung seines Amtes bei den »Aktiven Unternehmen Berchtesgaden« (wie berichtet). Es läuft gut bei ihm, beruflich wie privat. Die Übernahme des Bettenfachgeschäftes durch seine Tochter Anna-Lisa (29) ist vorbereitet. Die letzten drei Jahre führte er gemeinsam mit ihr und seiner Frau Kathrin das Hauptgeschäft in Berchtesgaden, die Filiale in Bad Reichenhall und den Großhandel.


Nun denkt er mit 59 Jahren an den Vorruhestand, auch wenn er sich aus den geschäftlichen Aktivitäten nicht ganz zurückziehen möchte. Doch die Leitung des Unternehmens soll dann Anna-Lisa in die Hand nehmen. Berni Zauner ist es wichtig, den Absprung zu schaffen, wenn es gut läuft, so wie bei den Aktiven Unternehmen Berchtesgaden (AUB).

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Gegenseitig angespornt und gefördert

Rückblickend erinnert er sich, dass bei den ersten Treffen des Vereins, damals noch unter dem Namen Marktgemeinschaft Berchtesgaden, gerade mal elf Mitglieder zu einer Versammlung kamen. Und gerade die Jahre von 2007 bis 2010 waren von einer großen Umbruchzeit in Berchtesgaden geprägt. Das Für und Wider zum Hotel Edelweiß bestimmte über viele Monate hinweg die öffentliche Diskussion und in Folge auch die Modernisierung und Neuausrichtung des AlpenCongress Berchtesgaden. »Aber«, so Zauner, »es ist auch das Engagement ganz vieler kleiner Geschäftsleute, das den Markt heute geprägt hat. Wir haben uns gegenseitig angespornt und gefördert.« Dabei gab die Öffnung des Gewerbevereins und der neue Name als »Aktive Unternehmen Berchtesgaden« über die engen Grenzen der Marktgemeinde Berchtesgaden hinaus positive Impulse.

Zeit haben für persönliche Gespräche

Dazu trugen die Chefseminare mit Zeit für persönliche Gespräche bei und die vielen vom Verein initiierten und unterstützen Veranstaltungen. Viele aktive Mitglieder tragen zur Organisation und Durchführung bei. Eines dieser Mitglieder ist Martin Hallinger, der ein Marktfest organisierte, an das sich heute viele noch gerne erinnern. »Leider vergaß ich bei der Jahresversammlung, durch den Vorstandswechsel und eine sehr ausgefüllte Tagesordnung gänzlich, mich für sein Engagement nochmals ausdrücklich zu bedanken. Wir freuen uns, dass Martin als Beirat mit im Team bleibt, wir schätzen seine Ideen und Kreativität«, bekräftigt Berni Zauner.

Solch aktive Unternehmer wie Hallinger gibt es einige in den Reihen des Vereins. Aber auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der BGLT sind wichtige Bausteine des Erfolgs.

Ganz Geschäftsmann, betont Zauner immer wieder die einzigartige Stellung von inhabergeführten Betrieben, wie sie für Berchtesgaden prägend sind. Wichtig sei dabei die Akzeptanz der Bevölkerung, die Stimmung insgesamt. »Das spüren die Menschen«, ist er sich sicher, »es ist ganz einfach das positive Lebensgefühl und ein gutes Stück Authentizität.«

Perspektiven für das Leben geben

Wert lege man daher auf die Förderung von Mitarbeitern, indem man ihnen zum Beispiel Perspektive und Hilfestellung im Leben bietet, auch über die Arbeit hinaus. »Nur wer sich angenommen und zu Hause fühlt, bleibt dem Unternehmen als guter und motivierter Mitarbeiter erhalten. Unser Engagement ist also nicht ganz uneigennützig«, ergänzt er augenzwinkernd. Das Miteinander funktioniert in einer Kommune nur, wenn jeder seinen Platz findet oder hat. Das sei besonders für junge Menschen und Familien wichtig. Dieses Lebensprinzip versteht man bei den »Aktiven Unternehmen« in Berchtesgaden. Vielleicht macht gerade das den Erfolg der Gemeinschaft aus. gsp

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