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Ein Konzert unter Volldampf: »Giovedi Vocale« sangen in der Traunsteiner Bahnhofshalle

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Mit Volldampf nahmen die Sänger von »Giovedi Vocale« und ihr Chorleiter Stephan Hadulla das Publikum, das in die zur Konzerthalle umfunktionierte Traunsteiner Bahnhofshalle geströmt war, zu einer Paartherapie mit, die es in sich hatte. Unter dem Titel »Jazzualdo falls in Love« erzählten sie in pfiffigen Sketchen und aufwändig arrangierten A-Cappella-Liedern von der Liebe, die nicht immer konfliktfrei ist: Wenn es etwa täglich Rühreier gibt, die Orthografie und die Grammatik beim Abschiedsbrief zu wünschen übrig lässt oder der Mann sich von seinem Pantoffelhelden-Dasein am liebsten mit einer Axt befreien möchte. Das Publikum zeigte sich begeistert über das frech-frivole, aber auch romantische Konzert, bei dem man beim Zuhören schon einmal rote Ohren bekommen konnte. Denn Stephan Hadulla ist ein Texter, dem der Schalk ordentlich im Nacken sitzt. Und die Sänger hatten offensichtlich viel Spaß bei der Interpretation seiner Texte! Besonders die Auftritte der vielen Solisten des Ensembles, deren Texte Hadulla ihnen geradezu auf den Leib geschrieben hat, gehörten zu den vielen Höhepunkten des Abends. Natürlich gab es auch ganz wunderbare Cover-Songs zu hören wie »Just an old Fashioned Lovesong«, »What I did for Love« oder »Saving all my Love for you«, die zeigten, dass der Zug in der Liebe doch noch nicht ganz abgefahren war. Aber auch das schönste Konzert geht einmal zu Ende: Mit einem in ICE-Geschwindigkeit gesungenen »I’m a Train« von Albert Hammond verabschiedeten sich die super engagierten Sänger und ihr famoser Chorleiter von ihrem Publikum. Doch das wollte noch nicht nach Hause, eine Zugabe war also unumgänglich. Der Solist Peter Rosenegger sang gemeinsam mit dem Chor noch einmal das Lied vom Rührei zu der Melodie von »Yesterday« und das Orthografie-Grammatik-Lied »Oh Baby, i muaß mi wundern« zu der Melodie von »Lemontree«. (Text/Foto: Barbara Heigl