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Ein Höllenritt auf zwei Rädern

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Dieser Fahrer zeigt, wie man elegant absteigt. (Fotos: Waßmuth)
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Gute Aussicht: Viele Zuschauer machten es sich auf dem gegenüberliegenden Hang gemütlich.

Bischofswiesen – Das Steilhangrennen in Bischofswiesen (wir berichteten kurz) war auch in diesem Jahr ein echtes Spektakel. 2 000 begeisterte Zuschauer spendeten den Zweiradspezialisten verdienten Beifall. Das Ziel dieses Bergaufrennens ist, die 200-Meter-Marke zu erreichen. Was aber nur einigen vergönnt war.


Der EMC Bischofswiesen hatte die Veranstaltung perfekt vorbereitet und routiniert durchgeführt. Das begann schon mit der Anfahrt. Die Zuschauer konnten bei einem Bauernhof parken und wurden von dort mit Shuttlebussen zur Rennstrecke gebracht. Die meisten Zuschauer machten es sich am Gegenhang des Steilhanges gemütlich und hatten so einen perfekten Überblick über den Start sowie die Rennstrecke. Einige erklommen auch den steilen Hang und waren dadurch nahe am Renngeschehen.

Nach einem Fahrerbriefing wurde es ernst. Auf die Teilnehmer warteten zwei Durchgänge, von denen der bessere in die Wertung kam. Da nicht alle Steilhangspezialisten ihre Maschine auf der richtigen Spur bergauf brachten, gab es spektakuläre Stürze, die jedoch glimpflich verlaufen sind.

Der Sieger des Wanderpokalstechens, Markus Wanka, ein absoluter Zweiradspezialist, erklärte die Fahrweise. Zunächst wurde bis in den dritten Gang hochgeschaltet. An der schwierigsten Stelle musste der Fahrer mit guten Reifen die richtige Spur erwischen, sonst hatte er keine Chance, weiterzukommen. Somit gehörte auch eine Portion Glück dazu, erklärte Wanka, der im zweiten Durchgang die 200-Meter-Marke schaffte. In der kleinen Senke ab 120 Metern geht es mit dem zweiten Gang weiter, mit dem dann auch die 200 Meter angegangen wurden.

Mit von der Partie waren auch Jugendliche und Kinder. Der Jüngste war gerade einmal vier Jahre alt. Allesamt zeigten bereits reife Leistungen. Für gute Unterhaltung und stete Informationen über Fahrer, Maschinen und Rennverlauf sorgten die beiden Sprecher Markus Koll und Sebastian Rasp.

Ein besonderer Gag war auch der Lauf auf der Steilhangstrecke von 30 kräftigen Burschen. Dabei zeigte Seppi Huber, wie man einen Berg schnell hinaufläuft, und siegte mit Abstand.

Nach dem sportlichen Teil folgte in der Bischofswieser Turnhalle der gemütliche mit der fetzigen Band »Pich Black«, die den 600 Gästen gehörig einheizte und für eine tolle Stimmung sorgte.

Als nächster Höhepunkt der Zweiradszene folgt am 3. Oktober in der Scheffau das 90-Minuten-Enduro-Rennen, zu dem erneut über 100 Starter erwartet werden.

Die Ergebnisse

Kinder: 1. Linus Huber 127 Meter, 2. Felix Datz 124, 3. Michi Gschoßmann 123, 4. Tobias Stanggassinger 118, 5. Stephan Gruber 114.

Jugend: 1. Maxi Beichle 170, 2. Simon Hallinger 165, 3. Maxi Koll 162, 4. Christian Ilsanker 157, 5. Georg Oeggl 145.

Damen: 1. Anna Schmölzl 161, 2. Loretta Huber 109.

Offene Klasse: 1. Toni Brandner 200 (181), 2. Herbert Ellecosta 200 (170), 3. Josef Aschauer, 4. Markus Wanka, 5. Georg Sturm/alle 200, 6. Mario Beichle 190, 7. Markus König 187, 8. Thomas Eder 185, 9. Sepp Maier 180, 10. Felix Irlacher 180.

Spezialklasse (lange Schwinge): 1 Felix Irlacher, 2. Andi Wegscheider, 3. Florian Oberholzner, 4. Sepp Maier, 5. Stefan Rieder. Christian Wechslinger