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Ein Hochgenuss für alle Musikliebhaber

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Die Geschwister Moosrainer aus Riedering, Ronja (von links), Magdalena und Simon, begeisterten die Besucher.

Teisendorf – Ein Hochgenuss für alle Musikliebhaber war das Adventskonzert der Musikkapelle Teisendorf, das unter der Leitung von Elfriede Mayer im Poststall stattfand. Ein Sonderlob verteilte Andreas Huber, Vorsitzender des Musikvereins, an die Geschwister Moosrainer aus Riedering, die den weiten Weg nach Teisendorf nicht gescheut hatten und für die Ainringer Sänger eingesprungen sind, die aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten.


Schwungvoll wurde das Konzert dann mit dem Konzertmarsch »Hoch Heidecksburg« von Rudolf Herzer eröffnet. Die einzelnen Musik- und Gesangsstücke verband Stefan Kern mit netten Geschichten. Er sei ein bisschen aufgeregt, denn er habe diese Aufgabe zum ersten Mal übernommen. Mit der »Bravour-Polka« von Herbert Ferstl ging es weiter. Hierfür hatte Florian Haslberger auf seinem Tenorhorn ganz besonders fleißig geübt, hatte er doch die sehr schwierigen Soloparts übernommen. Weiter ging es mit der Ouvertüre »Slovenia« von Alfred Bösendorfer, die den Aufstand der Freiheitskämpfer gegen die serbische Vormachtstellung beschreibt, aber auch die Hoffnung über eine eventuelle Befreiung.

Dann waren die Geschwister Moosrainer mit dem Lied vom sauberen Jagersbuam und einem Jodler an der Reihe. Mit ihren kräftigen Stimmen sangen sie sich schnell in die Herzen der Teisendorfer Zuhörer. Stefan Kern brachte dann eine Betrachtung über die »launischen Mädchen«, die manchmal auch liebevoll als kleine oder größere Luder betrachtet werden können, worauf die Polka »Launische Mädchen« von Jan Kelnar, arrangiert von Frantisek Manas, folgte.

Wenn zu einem Konzert Besuch vom Musikbund kommt, hat das immer einen besonderen Grund. Der Bezirksleiter des Musikbunds für Ober- und Niederbayern, Robert Koch, ehrte einige langjährige Musikanten. Sepp Greil ist bereits seit 40 Jahren mit seinem Flügelhorn als aktiver Musikant dabei. Andreas Baumgartner und Josef Lamminger gehören seit 25 Jahren der Kapelle an. Andreas Baumgartner hat als Tambourist angefangen und unterstützt die Kapelle nun mit dem Tenorhorn. Josef Lamminger ist als Schlagzeuger aus der Musikkapelle nicht mehr wegzudenken. Alle Geehrten erhielten Ehrenurkunden und Abzeichen.

Außerdem wurden Leistungsabzeichen vergeben. Abzeichen in Bronze erhielten Hanna Seeböck (Trompete) und Thomas Seeböck (Klarinette). Maxi Eigenherr (Bariton) und Thomas Schönlinner (Trompete) bekamen die Abzeichen in Silber.

Anschließend spielten nochmals die Geschwister Moosrainer. Zu hören waren »Jetzt ziacht da Herbst ins Land« und die Polka »Jelicka« von Antonin Zvacec, arrangiert von Siegfried Rundel. Dann ging es in die Pause.

Der zweite Teil des Konzerts begann mit einem getragenen Stück, das die Holzleitenbläser vom Balkon des Saals bliesen. Mit dem Konzertmarsch »Kaiserin Sissi« gab Helmut Nitzinger als Musikleiter seinen Einstand. Elfriede Mayer bleibt der Kapelle aber als seine Stellvertreterin erhalten und leitete auch dieses Konzert noch weiter.

Die Geschwister Moosrainer ließen das Lied »Es Goasbeutlbauernbuam es habts koan Rahm und kennts eng a koan rührn« hören. Es folgten noch die schottischen Volksweisen »Crith Mhonadh« von Alfred Bösendorfer, bevor es dann besinnlicher wurde. Da passten dann ganz gut die »Träumereien«, ein Walzer von Marc Sven Heidt.

Zwischendurch gab es Geschichten von Stefan Kern zu hören, zum Beispiel über einen Lausbuam und seine antiautoritäre Erziehung oder über Menschen, die einfach nicht gescheit werden und nicht einsehen, was gut für sie ist.

Das Adventslied »Wo ist denn im Schnee a Wegerl zu dir?« von den Moosrainer Geschwistern begleitete Ronja mit der Geige. Wie jedes Jahr war dann das große Weihnachtspotpourri »In heiliger Nacht« von Heinz Egidius der krönende Abschluss des beeindruckenden Konzerts. Der langanhaltende Applaus war sicher ein schöner Dank. wh