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Ein hammerhartes Wochenende

Auch am nächsten Spieltag macht die Bezirksligamannschaft des FC Bischofswiesen den Anfang. Das Schlusslicht gastiert heute Freitag um 19.30 Uhr beim Neunten FC Aschheim. Die letztjährigen Neunten der Tabelle liegen dem FC Bischofswiesen, der in der letzten Saison in Aschheim mit 4:2 und daheim 2:1 gewonnen hat. Die Aschheimer haben schon siebenmal gespielt und dabei bei drei Niederlagen zwei Siege und zwei Unentschieden erreicht. Von vier Heimspielen haben die Münchener Vorstädter erst eines mit 1:0 gegen den 1. FC Miesbach gewonnen, dreimal unterlagen die Aschheimer zu Hause mehr oder weniger deutlich.

Bekanntlich hat auch der FC Bischofswiesen den 1. FC Miesbach mit 1:0 besiegt. Für Bischofswiesen spricht, dass die Mannschaft besser als zuletzt aufgestellt sein wird. Die Trainerfrage hingegen ist völlig offen. Sogar der ehemalige Trainer Günter Kern ist wieder im Gespräch. Sohn Tobias Kern mag die Doppelbelastung als Spieler und Coach nicht mehr ausüben. Und so wird man sich beim FC Bischofswiesen etwas überlegen müssen.

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Am Samstag um 15.00 Uhr setzt der TSV Berchtesgaden den Spielereigen gegen Tabellenführer TSV Waging am See fort. Die Waginger weisen als einziges Team der Kreisliga Gruppe 2 noch eine blütenweiße Weste mit drei Erfolgen aus drei Spielen auf. Dem umkämpften 2:1-Erfolg über die SG Schönau folgten ein 5:0 in Peterskirchen und ein 3:0 gegen den starken TuS Traunreut. So muss man den TSV Berchtesgaden als klaren Außenseiter betrachten, der wohl nur mit einer ganz besonderen Energieleistung bestehen kann.

Auch der langjährige Spieler Tobias Huber sieht den TSV Berchtesgaden in der totalen Außenseiterrolle. »Waging verfügt über eine sehr starke Mannschaft, aber auch wir sind gut aufgestellt und so könnte es doch eine Überraschung geben«. Umsomehr Cemal Ucar wieder dabei sein könnte, der vom FC Bischofswiesen zurück zum TSV Berchtesgaden wechselte. Ucar wird als Vertragsamateur spielen und ist sofort spielberechtigt, vorausgesetzt die Passunterlagen sind rechtzeitig vor Spielbeginn da. Berchtesgadens Trainer Max Leo will die Waginger unter Druck setzen und so für die Überraschung in der Kreisliga Gruppe 2 sorgen.

Kaum minder schwierig sollte auch die Aufgabe der SG Schönau am Sonntag ab 14.00 Uhr beim überraschend starken SV Laufen werden. Die Grenzstädter deuteten bereits im letzten Jahr an, dass sie über eine starke Mannschaft mit gefährlichen Stürmern verfügen. Der 1:0-Erfolg der Schönauer im letzten Jahr kam eher etwas glücklich zustande. »Wir werden mit höchster Konzentration an die schwere Aufgabe in Laufen herangehen. Ich vertraue auf meine Männer, die dem SV Laufen sicher einen großen Kampf liefern werden«, erklärte Trainer Alfons Aschauer.

Der SV Laufen rangiert nach drei Siegen in Folge und der letztwöchigen ersten Niederlage beim Topfavoriten der Liga TSV Kastl (1:3) immerhin an der zweiten Tabellenstelle. In drei Heimspielen davor schickten die Laufener zunächst den FC 1960 Perach mit 4:1, dann die SB Chiemgau Traunstein mit 2:1 und im dritten Heimspiel in Folge den FC Hammerau mit 5:0 nach Hause.

Etwas leichter sollte es die SG Schönau II am Samstag um 14.00 Uhr beim TSV Bad Reichenhall II haben. Der Aufsteiger scheint mit ausgeglichenem Punkteverhältnis am zehnten Tabellenplatz auf. Zwei Unentschieden folgten ein klarer 4:1-Sieg gegen Abstiegskandidat FC Hammerau II aber auch eine hohe 2:5-Niederlage gegen den Tabellenzweiten ESV Freilassing II. »Gegen die zweiten Mannschaften müssen wir gewinnen, wenn wir etwas reißen wollen. Wir sind gut aufgestellt und ich bin sicher, dass meine Mannschaft das Spiel gewinnt«, gibt sich Trainer Thomas Meißner zuversichtlich.

Noch ein bisschen kitzliger sollte die Aufgabe des FC Bischofswiesen II beim Kreisklassen-Absteiger ASV Piding werden. Die Pidinger gerieten in einen freien Fall und sind in den letzten beiden Jahren um zwei Klassen abgestiegen. Nach einem guten Start in der A-Klasse 7 mit zwei Siegen und einem Unentschieden unterlag der ASV Piding zuletzt beim SV Leobendorf mit 0:3. So sollte der FC Bischofswiesen II am Samstag ab 15.00 Uhr in Piding nicht chancenlos sein. Umso mehr Trainer Aki Senger wieder ein paar mehr Einsatzkräfte zur Verfügung stehen werden. Allerdings wusste Senger noch nicht, wen er von der ersten Mannschaft bekommt.

Eine sehr gute Saison spielen bisher die jungen Kicker des FC Ramsau. Drei Siegen steht nur eine unglückliche 1:2-Heimniederlage gegen Tabellenführer TSV Waging am See II gegenüber. Am Sonntag um 13.00 Uhr gastiert der FC Ramsau beim noch sieglosen TSV Freilassing II. Doch die Ramsauer müssen aufpassen, denn die aus mehreren technisch versierten Türken bestehende Mannschaft ist besser als ihr derzeit letzter Tabellenplatz. Freilassing unterlag viermal eher knapp und unglücklich. »Bei uns fehlt zwar Torjäger und Vorbereiter Josef Wagner, doch diesen Gegner müssen wir auch ohne Wagner packen«, gibt sich Vorstand Andreas Vogl selbstbewusst.

Sollte sich die Elf von Trainer Klaus Hillebrand neuerlich behaupten, dann winkt sogar Platz zwei, denn im Spitzenspiel der Klasse stehen sich der Tabellenzweite SV Saaldorf II und der Tabellenführer aus Waging gegenüber.

Schließlich findet auf der Breitwiese am Samstag um 17.00 Uhr das zweite Lokalderby der laufenden Saison zwischen dem TSV Berchtesgaden II und der SG Scheffau-Schellenberg statt. Im letzten Jahr setzten sich beide Male (5:1/2:1) die Scheffauer und Schellenberger durch. Man darf gespannt sein, wie sich die zuletzt gestärkte Elf des TSV Berchtesgaden schlägt. Mannschaftsführer Tobias Huber erwartet einen knappen Spielausgang, weil der TSV Berchtesgaden II in diesem Jahr weitaus besser aufgestellt sein wird als noch in der letzten Saison. cw