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Ein Fleckerlteppich der Musik

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Peter Rosenegger begeisterte nicht nur mit seiner Musik, sondern auch mit seinen Geschichten mit Witz und Hintersinn. (Foto: Ortner)

Ein Liedermacher muss immer auch ebenso multitasking-fähig wie multi-instrumentalistisch gut ausgerüstet sein. Liegt doch die Verantwortung für gute Musik und Texte ebenso auf seinen Schultern wie die für gute instrumentale Untermalung sowie unterhaltsame Geschichten und Überleitungen. Peter Rosenegger, der vor Kurzem sein 25. Bühnenjubiläum gefeiert hat, ist in der Hinsicht also ein alter Hase und Profi. Unzählige Projekte, Musicals und Bands hat er in dieser Zeit mit seiner Kreativität und der Gabe der guten Wortwahl bereichert. Im Moment ist er mit seinem »Cajetan-Projekt« Solo unterwegs und überzeugt mit einem ausgezeichnet gewählten Mix aus seiner musikalischen Schatzkiste.


Die Zuhörer bekommen's – natürlich – in schönem Bayrisch serviert, wie es der »Pepe« zeit seiner Karriere getan hat. Mal ist es eine Ballade, mal ein rockiger Aufmacher, die das Publikum auch mit Fragen an selbiges und unterhaltsamen Geschichten beim Wachsen des Fleckerlteppichs miteinbeziehen. In Anbetracht der »Größe« des Studio 16 meint Peter »Pepe« Rosenegger dazu verschmitzt: »Bei kleinerem Publikum trägt halt jeder auch a bissl mehr Verantwortung.«

Sympathisch und ehrlich ist er, bietet mal leichtere Kost, mal hintersinnigen Witz, mal tiefergehende Gedanken zu allen möglichen Dingen und Themen. Die Macht des Verbrauchers hat ihren Platz genauso wie Gedanken über das Warten und Entfernungen, die immer größer werden. Farbenspiele können unterschiedlichste Emotionen und Gedanken auslösen und sind nicht selten ein Synonym für Glück. Ebenso wie das Heimkommen, bei dem einem das Herz aufgeht vor Freude und Dankbarkeit.

Die »Trilogie der Sonne« und der »Personal Keamsee Summer« sind wunderbare Liebesballaden mit Happy End und »Z' Fuaß zum Meer« ein wahr gewordener Traum. Manchmal geht es einfach auch nur um lustige Begebenheiten aus dem Alltag, wie den Abwasch und wer den Müll rausträgt.

Aber es sind vor allem die ebenso mit herzhaftem Humor gewürzten wie hintersinnigen und ernsthaften Texte, die sich in Kopf und Herz festsetzen. Hoffnungstropfen, die für Mut und Zivilcourage stehen. Die Erkenntnis aus dem Gott sei Dank nicht erfolgten Weltuntergang 2012: »Wenn de Welt jetzt doch net untergeht, waars es doch wert, dass ma uns überlegen, wia mia gemeinsam auf dera Welt weiterlebn kennan.« Maria Ortner