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Ein fester Begriff im Chiemgauer Musikleben

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Das Ruperti-Orchester Traunreut kann auf 50 Jahre zurückblicken. Mit einem großen Konzert und der Sopranistin Ulrike Sych, wird das Jubiläum am Samstag um 20 Uhr im Traunreuter k1 gefeiert.

Das Ruperti-Orchester Traunreut, 1962 als Orchestervereinigung Traunreut gegründet, ist zu einem festen Begriff im Chiemgauer Musikleben geworden. Im Laufe der vergangenen 50 Jahre hat sich das Orchester weiterentwickelt und begeistert sein Publikum mit großen Sinfonie-, Opern,- Operetten- und Kirchenkonzerten. Seinen runden Geburtstag feiert das Ruperti-Orchester unter der Leitung von Richard Kalahur mit einem Konzert am morgigen Samstag um 20 Uhr im k1.


Auf dem Programm stehen Werke von Giuseppe Verdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvorak, Leonhard Bernstein und anderen großen Komponisten. Gespannt darf man auch auf die Uraufführung einer Tanzouvertüre von Ramiz Tahiri sein. Wie berichtet, hat der aus dem Kosovo stammende Komponist, den mit der Musikschule Traunwalchen und Orchestermitgliedern eine jahrelange Freundschaft verbindet, dieses Werk dem Orchester zum Jubiläum gewidmet.

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Als Stargast wird die bekannte Sopranistin Ulrike Sych auftreten. Das Orchester hatte schon mehrfach die Ehre, die Sängerin und Dozentin an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz bei Auftritten zu begleiten. Wie der Orchester-Chronik zu entnehmen ist, entwickelte sich die Orchestervereinigung Traunreut aus kleinen Anfängen heraus zu einem respektablen Sinfonierochester, das sich immer behaupten konnte. Im April 1962 unter dem Vorsitz von Dr. Otto Knecht ins Leben gerufen, übernahm Gerhard Mankowsky den Taktstock und reichte diesen zwei Jahre später an Siegfried Pfletschinger weiter.

1965 erfolgte dann der Zusammenschluss mit dem Orchester aus Garching. Unter der Leitung von Karl Krejcek wurden Aufführungen in Traunreut, Trostberg, Baumburg und in der Umgebung veranstaltet. Da sich das Einzugsgebiet der Musiker, die größtenteils aus Laien bestehen, auf rund 50 Kilometer im Umkreis von Traunreut erstreckte, wurde die Orchestervereinigung in Ruperti-Kammerorchester e.V. Sitz Traunreut umbenannt. Durch die Größe, über die das Orchester heute verfügt, das auch Mitglied im »Bund Deutscher Liebhaberorchester« ist, spricht man nur noch vom Ruperti-Orchester.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens wurde mit Chören aus Trostberg und Garching sowie Solisten das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart auf Schallplatte eingespielt. Mit Richard Kalahur, der seit 1991 Dirigent ist und nebenbei auch den Pallinger Kirchenchor und den Traunreuter Sängerchor leitet, mit denen das Orchester konzertiert, wurde das Repertoire um alle Musikrichtungen, von der Klassik über Oper, Operette sowie Musicals und Filmmusik stark erweitert. Darüber hinaus konnten für die Auftritte namhafte Solisten gewonnen werden. Vor 20 Jahren übernahm der mittlerweile verstorbene Schauspieler Hans Clarin die Rolle des Sprechers in »Peter und der Wolf« und der bekannte Bassist Karl Ridderbusch trat als Solist in einem großen Opernkonzert zusammen mit dem Sängerchor Traunreut auf.

Auch der Konzertmeister des Salzburger Mozarteum Orchesters, Frank Stadler, musizierte mit dem Orchester. Eine herausragende Veranstaltung war 1995 die Aufführung der Carmina Burana von Carl Orff, zusammen mit den Traunreuter Chören und dem befreundeten italienischen Chor »Corale Cittá die Nettuno«. Neben den rund vier Konzerten, die das Orchester jährlich gibt, verbindet das Ensemble auch mit der Gestaltung des Meditationsgottesdienstes am 3. Advent in der evangelischen Paulus-Kirche Traunreut eine jahrzehntelange Tradition.

»Musik ist die Energie, in der der Geist lebt, denkt und schöpferisch ist!« – Frei nach diesem Zitat von Ludwig van Beethoven »dürfen wir seit einem halben Jahrhundert in jeder Probe Teil dieser musikalischen Energie«, schreibt die Vorsitzende des Ruperti-Orchesters, Bettina Nowak, in ihrem Grußwort in der Jubiläumsbroschüre. Ebenso lange versuche das Orchester, seinem Publikum bei seinen Konzerten auch etwas von dieser Energie zu vermitteln. Bislang ist dies dem Orchester immer wieder gelungen, wie die großartigen Konzerte der letzten Jahre belegen. Gabi Rasch

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