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Ein Fest der Farben, der Vielfalt und der Fantasie

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Begleitend zur Ausstellung »FischFroschFuchs – Ein Kaleidoskop« von Reinhard Michl, die noch bis zum 23. November im Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon läuft, hat der Bezirk Oberbayern auch eine Publikation herausgebracht. Ein Exemplar überreichte der Künstler (rechts) bei der Ausstellungseröffnung an den Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer. (Foto: Rasch)

Als »Highlight« bezeichnete Bezirkstagspräsident Josef Mederer die Reinhard-Michl-Ausstellung, die bis zum 23. November im Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon läuft. Es erfülle ihn mit großem Stolz, mit dieser großartigen Ausstellung dem Auftrag der Bildungseinrichtung gerecht zu werden, nämlich den Menschen in der Region die Kultur näher zu bringen, sagte Mederer in einer Expertengesprächsrunde bei der Ausstellungseröffnung im Festsaal von Kloster Seeon. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


Die Freunde des Künstlers, Karli, Michael und Christoph Well, »beschwörten« musikalisch quasi die Geister und Urgeister der neuen Wesen, die sich in den kommenden Monaten in dem altehrwürdigen Haus breitmachen. Die Ausstellung mit dem Titel »FischFroschFuchs – Ein Kaleidoskop« ist ein Fest der Farben, der Vielfalt und der Fantasie. Sie zeigt eine Auswahl aus den Skizzenbüchern der letzten Jahre, berühmte Illustrationen, expressive Einzelbilder, Tier- und Naturbilder, Karikaturen, Charakterköpfe, Akte, Porträts sowie einige der legendären Briefumschläge und Kunst-Post-Karten. Eine Schatzkiste für alle Michl-Fans und solche, die es werden wollen. Eine Augenweide, die viele Blicke ermöglicht. Eine unerschöpfliche Spielwiese für kleine und große Leute.

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Der Zeichner, Maler und Illustrator Reinhard Michl gehört zu den bekanntesten, vielfach ausgezeichneten und weltweit ausgestellten Künstlern unserer Zeit. 1948 in Hausen (Niederbayern) geboren, studierte er nach einer Schriftsetzerlehre zunächst an der Fachhochschule für Grafik-Design, später an der Akademie der Bildenden Künste in München. Mit seinen Illustrationen zu Kinderbuchklassikern wie »Der Findefuchs« von Irina Korschunow oder »Es klopft bei Wanja in der Nacht« von Tilde Michels hat er sich längst einen Namen gemacht und Generationen von Lesern begleitet und geprägt. Seit den 1980er Jahren illustriert Reinhard Michl für Kinder und Erwachsene, hat zu Geschichten und Gedichten von Michael Ende, Josef Guggenmos, Heinrich Heine, Selma Lagerlöf, Christian Morgenstern, Annette von Droste-Hülshoff und vielen anderen gezeichnet und gemalt, mal naturistisch, mal witzig- skurril.

Reinhard Michl ist nicht nur ein Mensch des Bildes, sondern genauso der Sätze. »Ein leidenschaftlicher Leser, ein Maler mit Vorliebe fürs Wort, ein genauer Beobachter, Quer- und Weiter-Denker und brillanter Geschichtenerzähler« – so beschreiben ihn auch seine Freunde und Wegbegleiter. Sein Instrument: der Bleistift. Dabei ist die inhaltliche wie stilistische Bandbreite enorm: Studien, Skizzen, Zeichnungen, schwarz-weiß, in aller Reduktion und Spontaneität aufs Papier geworfen, Landschaftsbilder, Porträts von Mensch und Tier, freie Malerei, Aquarelle, verfremdet oder naturalistisch-realitätsnah, in allen Farben und Details ausgeführt, umfassen sein Gesamtwerk. Begleitend zur Ausstellung hat der Bezirk Oberbayern auch eine Publikation herausgebracht. Ein Exemplar dieses anspruchsvoll gestalteten Buches voller Bilder in allen Farben, Formen und Disziplinen, mit Artikeln und Essays von Journalisten, Kritikern und Autoren, überreichte der Künstler auch dem Bezirkstagspräsidenten. Gabi Rasch

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