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Ein »Burger King« für Berchtesgaden

Berchtesgaden – Das ehemalige Postgebäude am Bahnhof wird künftig ein »Burger King«-Schnellrestaurant beherbergen. Das bestätigte der Münchner Projektant Ralph Müller auf Nachfrage des »Berchtesgadener Anzeigers«. Zusätzlich zur Fast-Food-Filiale soll auch ein Hostel im ersten und zweiten Stock verwirklicht werden. 1 Million Euro werden derzeit in das Objekt investiert.

In das ehemalige Postgebäude am Bahnhof kommt ein »Burger King«. Mitte Dezember soll es soweit sein. Im nächsten Jahr folgt ein Hostel im ersten und im zweiten Stock. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Ralph Müller hat Erfahrung mit solchen Gebäuden. Vor rund acht Jahren hat er in Garmisch-Partenkirchen ein leer stehendes Postamt gekauft und renovieren lassen. Nun war es Zeit für Berchtesgaden, sagt er. In Berchtesgaden hat er eine Woche verbracht, sich ein eigenes Bild gemacht und festgestellt, dass der Bedarf da ist.

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Das ehemalige Postamt, bislang im Besitz einer Luxemburger Firma, befinde sich in bester Lage, »hier kommen viele junge Menschen mit dem Zug an«, sagt Müller, der das Objekt im September käuflich erwarb. Im Gebäude befindet sich derzeit die Deutsche Post in einem der Obergeschosse auf rund 650 Quadratmetern und auch die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH hat hier ihre Büros. Wie lange noch, ist fraglich.

Der »Burger King« mit Autoschalter soll im Erdgeschoss umgesetzt werden. Der Pächter ist Klaus Satra, der bereits mehrere Schnellrestaurants führt, unter anderen den »Burger King« in Piding. »Wichtig ist uns, dass der Vorplatz des ehemaligen Postgebäudes in Schuss gehalten und regelmäßig gesäubert wird«, sagt Ralph Müller.

Im ersten und zweiten Stockwerk verwirklicht Müller ein Hostel, eine günstige Übernachtungsmöglichkeit für Reisende. »In Berchtesgaden gibt es viele Gäste aus asiatischen Ländern, die suchen genau solche Übernachtungsmöglichkeiten«, weiß der Investor. 29 Betten wird das Hostel haben, Frühstück gibt es dort keins. Hier gilt die Devise der Selbstverpflegung – vor allem Rucksacktouristen sollen angesprochen werden. Mit modernen Duschen ausgestattet, soll sich die Einrichtung an eine jüngere Zielgruppe richten. Die Verwaltung des Hostels übernimmt ebenfalls der neue Schnellrestaurant-Pächter.

Das ehemalige Postamt, das unter Denkmalschutz steht, wird momentan aufwendig renoviert, 1 Million Euro fließen hinein. Der Keller war bis vor kurzem mit Feuchtigkeit belastet. »Die Bahn hat hier in der Vergangenheit kein Geld in die Hand genommen.« Jetzt sei aber alles trocken. 40 Handwerker arbeiten aktuell auf der Baustelle. Wichtig ist Ralph Müller, dass es einheimische Firmen sind, die die Aufträge erhalten. »Ich plane langfristig«, bekräftigt der Münchner, der eine große Summe in den Brandschutz stecken musste. Schnellrestaurant und Hostel werden auf 900 Quadratmetern realisiert, das Konzept »ist die beste vorstellbare Variante für den Bahnhof«, meint Müller.

Bereits Mitte Dezember soll die Fast-Food-Kette an den Start gehen, das Hostel soll im Frühjahr eröffnet werden. Kilian Pfeiffer