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Ecuadors Staatschef richtet Sperrbezirke ein

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Polizisten im Einsatz
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Tausende von Angehörigen indigener Völker Ecuadors haben die Hauptstadt Quito besetzt. Sie folgten einem Aufruf der Konföderation der Indigenen Völker, um gegen die erhöhten Spritpreise und die Erdölförderung in ihren Gebieten zu protestieren. Foto: Juan Diego Montenegro/dpa Foto: dpa
Politische Krise
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Menschen protestieren gegen die Wirtschaftspolitik von Präsident Moreno. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa Foto: dpa
Tränengas
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Tausende von Angehörigen indigener Völker Ecuadors haben die Hauptstadt Quito besetzt. Sie folgten einem Aufruf der Konföderation der Indigenen Völker, um gegen die erhöhten Spritpreise und die Erdölförderung in ihren Gebieten zu protestieren. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa Foto: dpa
Demonstrant
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In Quito herrscht Ausnahmezustand. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa Foto: dpa
Unruhen
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Polizisten sind bei einer Demonstration im Einsatz. Foto: Juan Diego Montenegro/dpa Foto: dpa
Ausnahmezustand
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Demonstranten waren kurzzeitig ins Parlament eingedrungen, das sie wenig später unter Polizeigeleit verließen. Nun wurden Sperrbezirke eingerichtet. F. Foto: Juan Diego Montenegro/dpa Foto: dpa

Demonstranten dringen ins Parlament in Quito ein und belagern den Regierungspalast. Beide Gebäude stehen jedoch leer. Staatschef Moreno hat sich nach Guayaquil abgesetzt.


Guayaquil (dpa) - Zum Schutz vor aufgebrachten Demonstranten hat Ecuadors Staatschef Lenín Moreno um das Regierungsgebäude in der Hauptstadt Quito Sperrbezirke eingerichtet.

Bis zum 1. November ist es jeweils von 20.00 bis 05.00 Uhr verboten, sich strategisch wichtigen Gebäuden zu nähern, wie es in einem am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Dekret des Präsidenten heißt.

Demonstranten waren am Dienstag kurzzeitig ins Parlament eingedrungen, das sie wenig später unter Polizeigeleit verließen. Der Kongress hatte wegen der Unruhe im Land seine Tagungen ausgesetzt. Weitere Teilnehmer der Kundgebungen gegen die erhöhten Spritpreise zogen am Dienstagabend (Ortszeit) zum Regierungspalast in Quito. Moreno hatte am Montag den Regierungssitz nach Guayaquil verlegt, um der Protestbewegung auszuweichen.

Tausende von Angehörigen indigener Völker Ecuadors hatten am Dienstag Straßen und Plätze in der Hauptstadt besetzt. Sie folgten einem Aufruf der Konföderation der Indigenen Völker (CONAIE), um in Quito am Mittwoch gegen die Treibstoffpreise und die Erdölförderung in ihren Gebieten zu protestieren. Der Verkehr in dem Andenland wird seit Tagen durch Dutzende Straßenblockaden in 21 Provinzen gelähmt.

Die Protestwelle begann vor knapp einer Woche. Zuvor hatte die Regierung im Rahmen von Auflagen zur Gewährung eines Kredits des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 4,2 Milliarden Dollar Subventionen der Treibstoffpreise gestrichen.

Nach Angaben des Produktionsministers Iván Ontaneda sind in den ersten sechs Tagen der Blockaden und Kundgebungen 1,4 Milliarden Dollar verloren gegangen, ohne die bei Plünderungen entstandenen Schäden mitzurechnen. Nach Regierungsangaben wurden bis Dienstagabend 570 Menschen festgenommen. Der Unterricht ist in allen Schulen Ecuadors vorerst ausgesetzt worden, Ausnahme sind die Galapagos-Inseln.

Die Regierungen von Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Peru, Paraguay, El Salvador und Guatemala unterstützten am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung Moreno als legitimen Vertreter der verfassungsmäßigen Ordnung. Sie bezichtigten Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro, die Destabilisierung der Demokratien in der Region zu unterstützen. Auch Moreno hatte am Montag seinen Vorgänger Rafael Correa und Maduro beschuldigt, einen Staatsstreich gegen seine Regierung voranzutreiben.

Correa, der seit der Amtsübergabe in Belgien lebt, wies über Twitter die Beschuldigung zurück. Hinter der Protestwelle stehe »kein externer Faktor«, nur die »schlechte Wirtschaftsführung« der Regierung, die das Wahlprogramm verraten habe, mit dem Moreno an die Macht gekommen sei. Der ecuadorianische Ex-Präsident (2007-2017) forderte Neuwahlen.