weather-image
22°

Durchsetzungskraft, Ausdauer und Leistungswille

Schönau am Königssee – Endlich ist es geschafft. Für 78 Schülerinnen und Schüler der CJD-Realschule gab es am Samstag die heiß ersehnten Abschlusszeugnisse. Nach allen Mühen und Entbehrungen der Prüfungszeit war ihnen die Erleichterung und Freude deutlich anzusehen. Unter den Absolventen gab es fünf Einserschnitte, darunter auch eine 1,0. Berchtesgadens 3. Bürgermeister Bartl Mittner verkündete die Auszeichnungen der besten Schüler. Für besonderes soziales Engagement wurde Christina Wagner mit dem Geschwister-Scholl-Preis geehrt.

78 junge Damen und Herren freuten sich am Samstag in Schönau am Königssee über ihren Realschulabschluss. Fotos: Anzeiger/Voss
3. Bürgermeister Bartl Mittner sprach die Ehrungen für vier der Absolventen aus (v.l): Florian Stanggassinger, Christina Wagner, Monika Sachenbacher und Andreas Langwieder. Hinten Bürgermeister Franz Halmich (l.) und 2. Bürgermeister Manfred Vonderthann (M.).

Um 9.30 Uhr wurde bereits in der Christuskirche die feierliche Messe für Schüler, Eltern und Lehrer der Abschlussklassen abgehalten. Anschließend ging es hinauf ans Dürreck zur Zeugnis-Übergabe durch Schulleiter Wolfgang Greiner. Dort begrüßte der stellvertretende Schulleiter Peter Althaus alle Festgäste. Begleitet wurde die ganze Feier vom Bläserensemble der Realschule, geleitet von Schulleiter Wolfgang Greiner persönlich.

Mit den Grußworten gaben die politischen Vertreter des Landkreises den Realschulabsolventen wichtige Tipps für ihren weiteren Lebensweg und sprachen ihnen ihren vollsten Respekt aus. »Auf Sie warten die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Industrie, der Handel und die Dienstleister«, gab stellvertretender Landrat Rudolf Schaupp zu bedenken. »Alle diese Genannten suchen junge Menschen wie Sie, mit Durchsetzungskraft, mit Ausdauer und Leistungswillen, vor allen Dingen aber mit dem Allgemeinwissen, das Sie hier erworben haben!«

2. Bürgermeister Manfred Vonderthann aus Schönau am Königssee, der auch für seine anwesenden Kollegen Bartl Mittner (3. Bürgermeister in Berchtesgaden) und Franz Halmich (Bürgermeister von Marktschellenberg) sprach, ging auf die ernsten Seiten des angebrochenen Lebensabschnitts ein: »Sie werden feststellen, dass das Lernen nie aufhört. Jeder muss nun für sich bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Die nötige Ausdauer haben Sie, das haben Sie in den letzten Jahren bewiesen. Lassen Sie sich nicht entmutigen!«

Der 2. Elternbeiratsvorsitzende Peter Hasenknopf ermutigte die Absolventinnen und Absolventen ebenso dazu, ihr Leben fortan selbst in die Hand zu nehmen und sich nicht von ihrem geplanten Weg abbringen zu lassen. Auch die Schülersprecherinnen Stefanie Schwab und Christina Wagner richteten einige Worte an ihre Lehrer, Eltern und Klassenkameraden: »Oft haben wir von unseren Eltern und Lehrern in verschiedenen Zusammenhängen diesen Satz gehört: Ihr werdet uns eines Tages noch dankbar sein! Liebe Eltern, liebe Lehrer, liebe Schulleitung, heute ist es so weit. Danke für alles, was ihr für uns getan habt, danke für eure Unterstützung und dass ihr immer für uns da gewesen seid!«

Nun war der wichtigste Augenblick in ihrer schulischen Laufbahn gekommen: Die Schüler bekamen ihre wohlverdienten Abschlusszeugnisse überreicht. Der eine oder andere lachte auf der Bühne mit seinem Schulleiter Wolfgang Greiner noch einmal über die sechs vergangenen Jahre in der Realschule. Besonders geehrt wurden die Einserabsolventen: Thomas Moderegger (1,9), Florian Stanggassinger (1,6), Christina Wagner (1,6), Monika Sachenbacher (1,1) und Andreas Langwieder (1,0).

Für »herausragendes ehrenamtliches Engagement« wurde Einser-Absolventin Christina Wagner geehrt. Sie hat sich in ihrer Freizeit für ein behindertes Kind eingesetzt und viel Zeit mit ihm verbracht. Zusätzlich hat sie ihren Abschluss mit der Note 1,6 geschafft. Bartl Mittner lud die vier Besten zu einer Abendgala ins Hotel »Intercontinental« ein, zusammen mit ihren jeweiligen Bürgermeistern.

Zum Abschluss, bevor das große Buffet im Pausenhof der Christophorusschule eröffnet wurde, hatte Schulleiter Wolfgang Greiner die schwere Aufgabe, seine Schülerinnen und Schüler »mit den richtigen Worten ins Leben zu entlassen«. Er nahm sich dabei das Wort »Real« von Realschule zu Hilfe. Das »R« stünde für »Richtig«: »Denn eure Entscheidung, die Realschule zu besuchen, war richtig!« Der Buchstabe »E« bedeute »Erfolgreich«. Denn der erreichte Realschulabschluss sei ein redlich verdienter Erfolg auf der ganzen Linie. »A wie Anspruchsvoll.« Damit meinte Schulleiter Greiner die anspruchsvolle Ausbildung, die die stolzen Absolventen nun vorzeigen können und die sie erfolgreich abschließen konnten. Zuletzt stünde das »L« für die nicht zu vergessende »Lockerheit«. Annabelle Voss