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Drogen im Gepäck und im Blut – Schleierfahnder stoppen "Dreierpartie"

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Traunreut Marihuana-Joint
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Foto: Daniel Karmann/dpa-Archiv

Bad Reichenhall – Einen "holprigen" Start in den Urlaub erlebten am Dienstagnachmittag zwei Österreicherinnen und ihr ungarischer Fahrer. Bei beiden Damen hatten Drogen im Gepäck, der Fahrer hatte sie im Blut.


Einer Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein war der mit drei Personen besetzte österreichische Mazda am Dienstag gegen 15.30 Uhr auf der B21 in Höhe des Ortsteils Marzoll aufgefallen. Zwei Österreicherinnen im Alter von 29 und 30 Jahren waren dabei, sich von ihrem ungarischen Fahrer, von Saalbach-Hinterglemm über das "kleine Deutsche Eck" nach Salzburg fahren zu lassen. Ziel war der Flughafen, um dort am darauf folgenden Tag eine Fernreise ins Ausland anzutreten.

Ein geschulter Blick ins Fahrzeuginnere genügte jedoch den Fahndern, um in Richtung Drogen etwas genauer hinzuschauen. Und sie sollten Recht behalten – bei der Beifahrerin als auch der Mitfahrerin im Fond wurden insgesamt zwölf Gramm Marihuana aufgefunden und sichergestellt.

Der ungarische Fahrer hatte zwar keine Rauschmittel im Gepäck, allerdings lieferte der freiwillig durchgeführte Drogenschnelltest ein positives Ergebnis. Da der Verdacht einer Fahrt unter Drogeneinfluss bestand, wurde bei dem 34-Jährigen eine anschließende Blutentnahme im Krankenhaus veranlasst.

Sollte das toxikologische Gutachten diesen Anfangsverdacht bestätigen, kommen auf ihn neben dem Bußgeld von 500 Euro, den dreistelligen Kosten für Blutentnahme und Gutachten, auch noch ein einmonatiges Fahrverbot zu.

Gegen die zwei Mitfahrerinnen wurden Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Auch die Beiden müssen mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde das Trio von der Dienststelle entlassen und der weiteren Urlaubsfahrt stand somit nichts mehr im Wege.