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Dritter WM-Titel für Daniil Iwanow

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Er ließ in der Gesamtwertung die gesammelte Weltelite hinter sich: Daniil Iwanow, hier vor Niclas Svensson, Tomi Tani und Charly Ebner. (Foto: Weitz)

Daniil Iwanow ist neuer Weltmeister im Eisspeedway. Der Vorjahres-Vize holte sich mit einer starken Leistung beim Finale in Heerenveen (Niederlande) den Titel, während sich Hans Weber (Schliersee/MSC Teisendorf) als WM-Gesamtfünfter den inoffiziellen »Titel« als »bester Westeuropäer« holte.


Allerdings musste Weber dafür einen hohen Preis bezahlen: Wie sich inzwischen herausstellte, hatte sich der 34-Jährige bei einem Sturz am ersten Wettkampftag doch heftiger verletzt als zunächst vermutet. Sein vierter Halswirbel ist angebrochen, meldete das Fachmagazin »speedweek.com«, daher muss er nun gut sechs Wochen eine Halskrause tragen.

Trotz seines Sturzes hatte Weber am ersten Tag mit sieben Punkten als Neunter – punktgleich mit dem achtplatzierten Schweden Ove Ledström – nur knapp den Einzug ins Halbfinale verpasst. An diesem Tag hatte Max Niedermaier (Edling) fünf Zähler geholt und war Zwölfter geworden. Am folgenden Tag – dem Grand Prix 10 – war Niedermaier mit einer seiner besten Saisonleistungen Neunter vor Weber (je 6 Punkte) geworden.

Iwanow am ersten Tag mit Punktemaximum

An der Spitze hatte im inner-russischen Vierkampf um den Titel derweil Daniil Iwanow mit dem Punktemaximum im GP 9 die Führung übernommen. Fünf Siege in den Vorläufen sowie Triumphe im Halbfinale und Finale brachten ihm für seine insgesamt sieben Laufsiege somit 21 Zähler ein. Nur knapp dahinter landete Titelverteidiger Dimitri Koltakow (19), der auch im Finale Zweiter geworden war. Dagegen hatte der vorherige WM-Spitzenreiter Dinar Walejew schon am ersten Tag seine Titelchancen eingebüßt. Der 23-Jährige schied in zwei seiner Vorläufe aus und brachte es im GP 9 nur auf 11 Punkte – damit war die Titelchance dahin. Auch für Dimitri Khomisewitsch gab's – nach einer Disqualifikation im Finale – »nur« 15 Tagespunkte und damit das vorzeitige Aus im Kampf um WM-Gold.

Tags darauf erziele Iwanow in seinen Vorläufen und dem Halbfinale abermals sechs Siege – damit war ihm der Titel bereits sicher. Er konnte sich im Finale mit Rang 3 begnügen, während Koltakow vor Walejew den Tagessieg einfuhr. Da Khomisewitsch abermals im Endlauf ausfiel, musste er sich hinter Iwanow, Koltakow und Walejew auch insgesamt mit WM-Rang 4 begnügen. Für Iwanow war es der dritte Einzel-WM-Titel nach seinen Erfolgen 2013 und 2014.

Im GP 10 glänzte aus niederländischer Sicht insbesondere Jasper Iwema: Der ehemalige Grand-Prix-Pilot kam mit neun Punkten sogar ins Halbfinale.

Nicht am Start waren die verletzten Günther Bauer (Schleching) – der seine Karriere ja nach dem GP in Inzell beendet hatte – und Stefan Pletschacher (Ruhpolding). Dieser hatte aus gesundheitlichen Gründen »nur« seine Saison beendet und will im kommenden Jahr wieder angreifen, ebenso wie der in den Niederlanden verletzt fehlende Franz Zorn (Österreich).

Markus Jell Vierter im Roelof-Thijs-Pokal

Wieder angreifen wollen in der kommenden Saison auch Markus Jell (Altfraunhofen/MSC Teisendorf), Luca Bauer (Reit im Winkl) und Franz Mayerbüchler (Inzell). Dieses Trio trat in Heerenveen im vor dem GP stattfindenden Roelof-Thijs-Pokal an. Hier sind 24 Fahrer am Start, wobei es in einer Art K.o-System zur Sache geht. Letztlich wurde Jell hinter Sieger Konstantin Kolenkin (Russland), Jimmy Olsen (Schweden/2.) und Matti Isoaho (Finnland/3.) Vierter. Luca Bauer erkämpfte gemeinsam mit Josef Kreuzberger (Österreich) den geteilten 9. Platz, Franz Mayerbüchler gemeinsam mit Marc Geyer (Frankfurt am Main/MSC Teisendorf) den 11. Platz.

Das Trio Jell, Bauer und Mayerbüchler hatte zuvor beim GP in Inzell bei seinen Einsätzen in der WM ebenfalls überzeugt. Nun hoffen diese Piloten – ebenso wie Weber, Niedermaier und Pletschacher – dass sie in der kommenden Saison in der WM-Qualifikation antreten können. Dort wollen sie sich dann möglichst einen festen Platz im Grand Prix erkämpfen. who