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Dringend Bauern gesucht

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Bis es wieder einen Bauernmarkt gibt, können die Berchtesgadener auf dem Wochenmarkt einkaufen, der jeden Freitag von 8 bis 12 Uhr am Weihnachtsschützenplatz stattfindet. Wer Bauer ist und Interesse an einem Standl auf dem Bauernmarkt hat, der kann sich per E-Mail unter veranstaltungen-aub@berchtesgaden.de melden. (Foto: Voss)

Berchtesgaden – Der Berchtesgadener Bauernmarkt ist im Moment Geschichte. Rosemarie Fuchs musste aus persönlichen Gründen ihren Stand nach 24 Jahren auf dem Bauernmarkt aufgeben. Die Marktschellenberger Bäuerin war auch die Organisatorin des Marktes. Neben ihr gab es fast keine regelmäßigen Standl mehr. Denn so ein Verkaufsstand bereitet viel Arbeit und kostet Zeit, von der die meisten Bauern ohnehin wenig haben, weiß auch der Vorsitzende des Vereins »Aktive Unternehmen Berchtesgaden«, Berni Zauner.


Die Aktiven Unternehmen Berchtesgaden veranstalten den Wochenmarkt, der jeden Freitag von 8 bis 12 Uhr am Weihnachtsschützenplatz stattfindet. Der Bauernmarkt wurde bis vor Kurzem alle zwei Wochen freitags ausgerichtet.

Nun haben sich Rosemarie Fuchs und die anderen Bäuerinnen Theresia Heim, Annemarie Angerer und Lydia Stangassinger mit einem Inserat im »Berchtesgadener Anzeiger« kürzlich offiziell verabschiedet. Für Verwirrung sorgte ein anderes Inserat, das der Aktiven Unternehmen, in dem sie einen Organisator für den Markt suchen. »Das ist etwas missverständlich formuliert«, sagte nun Berni Zauner dem »Anzeiger«. »Eigentlich suchen wir Bauern, die auf dem Markt ihre regionalen Produkte verkaufen.« Denn der dringende Wunsch des Vereins ist es, dass sich Bauern, die direkt vermarkten, dazu bereit erklären, Standl zu übernehmen. Die Organisation ist nicht das Problem, so Zauner.

Der Bauernmarkt gilt als sehr beliebtes Angebot in Berchtesgaden. Wer sich angesprochen fühlt, Zeit und Lust hat, alle zwei Wochen einen Stand beim Bauernmarkt zu betreiben, der soll sich per E-Mail an veranstaltungen-aub@berchtesgaden.de wenden.

Bis dahin gibt es immer noch den Wochenmarkt, bei dem insgesamt 14 Standbetreiber ihre Waren wöchentlich verkaufen. Berni Zauner fügt abschließend noch mit einem Augenzwinkern hinzu: »Falls Rosi Fuchs im Sommer doch ein paar Äpfel zu viel hat, ist sie natürlich jederzeit herzlich willkommen, diese auf dem Bauernmarkt anzubieten.« Annabelle Voss